Bergtour auf Hieizan

By | April 5, 2014

Himmlische Ruhe:

Und da sind wir wieder :bye:

Willkommen zu einem weiteren Ausflug! Es ging den Hieizan hinauf, ein über 800m hoher Berg ganz im Norden von Kyoto. Für mich war diese Tour eines der Highlights überhaupt, weshalb ihr gespannt sein dürft :kawaii:

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Wie kommt man vom südöstlichen Stadtrand Kyotos ganz in den Norden? Mit drei verschiedenen Bahnlinien! Wer mag, kann sogar vier benutzen xD Als Erstes zu Fuß oder per U-Bahn zum Knotenpunkt Rokujizo, von wo es per Keihan-Line, die Kyoto mit Osaka verbindet, bis deren Endstation ging. Dann muss man auf eine weitere private Eisenbahnlinie umsteigen, die Eizan Railways. Diese fährt einen im Prinzip direkt an den Fuß von Hieizan heran. Zu guter Letzt habe ich per Standseilbahn, ein kleiner Waggon, der zwar auf Schienen fährt, aber per Seilwinde die sehr steile Strecke hochgezogen wird, sowie “normaler” Seilbahn die 800m ganz entspannt bezwungen. Dass der Spaß mit ungefähr 11,50€ (für hoch und wieder runter) nicht ganz billig ausfällt, dürfte jedem klar sein, denke ich :P Mir wurde allerdings ein wenig mulmig, denn zumindest die Bergstation der Seilbahn sah nicht mehr ganz so gut aus: Rostige Pfeiler, die das Dach tragen, und auch sonst bröckelte von den Gebäuden der Putz ab…Die Seilbahn wurde dabei erst im März überprüft und ich bin heil hoch und wieder runter gekommen, aber naja :unsure:

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Endlich oben angekommen hat man eine andere Welt erreicht: Kyoto liegt hinter einem außerhalb des Sichtfeldes, von Stadtlärm ganz zu schweigen…Dazu findet man sich von Wald umgeben, durch den einige Pfade zum Enryakuji Tempel führen. Dieser gehört dabei mal wieder zu den UNESCO Weltkulturerben ;-) Ich war erst relativ spät oben, was eventuell die wenigen Leute erklären dürfte. Jedenfalls war ich die meiste Zeit über ganz alleine unterwegs; nur die eigenen Schritte, die man hört. Sobald man dann stehen bleibt, nahezu vollendete Ruhe, die nur durch spärliches Vogelgezwitscher unterbrochen wird. Mag sicherlich nicht jedermanns Sache sein, aber meine ist es definitiv :wow: Dazu das herrliche Frühlingswetter, das an diesem Tag herrschte…Selbst ohne die Tempel hätte ich den Tag unglaublich toll gefunden!

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Den Weg zu Enryakuji kann man übrigens auch per (überteuerten) Bus zurücklegen, was ich trotz der späten Stunde nicht getan hatte. Wie ihr vermutlich schon von mir erfahren habt, schließen nahezu alle Tempel spätestens um 17 Uhr ihre Türen. Die letzte Bahn nach unten geht übrigens um 18 Uhr. Auf jeden Fall sind es gute 2km, die man durch den Wald gehen muss, bis man Enryakuji erreicht. Relativ nah an der Bergstation der Seilbahn befindet sich eine von Bäumen befreite Fläche, von der man einen unbeschreiblichen Blick auf die nahe liegenden, grünen Berge hat. Dieses Bild werde ich vermutlich nie vergessen, so extrem schön fand ich es zumindest. Dort saß ich dann auch noch ein Weilchen, bevor ich mich nach dem Besuch des Tempels auf den Weg zurück machte :heart:

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Enryakuji erreicht man in 20-30 Minuten, wobei der Pfad vor allem bergab geht. Für den Rückweg sollte man also ein wenig mehr Puste und/ oder Zeit einplanen B-) Der Eintritt ist mit 550 Yen nicht besonders hoch, wenn man sieht, wie viel einem dafür geboten wird. Enryakuji ist nämlich ein ganzer Komplex von Tempeln, Subtempeln, Schreinen und noch mehr, sodass ich diese leider gar nicht genau benennen kann :-( Die Hauptattraktion ist auf jeden Fall Kompon Chudo, eine massive Halle, die man zwar betreten kann, aber in deren Inneren kein Fotografieren gestattet ist. Im Innenhof lag noch Schnee! SCHNEEE!! Sogar gar nicht so wenig…An Stellen, wo fast nie die Sonne hinkommt, bleibt die weiße Pracht eben lange liegen. Hatte mich aber trotzdem überrascht. Kein Wunder, dass die Seilbahnen von Dezember bis März außer Betrieb sind…Von dort oben kann man sogar einen Blick auf den Biwa-See erhaschen, der mal eben der größte See ganz Japans ist. Was will man mehr?

Wieder runter ging es mit der vorletzten Bahn und von dort aus machte ich mich dann auf meinen langen Heimweg. Um den Tag feierlich zu beenden, gab es dann noch japanisches Curry zum Abendessen! Mein Ausflug nach Hieizan war wirklich unglaublich. Ich weiß allerdings nicht, ob ich den langen Weg ein weiteres Mal antue…Am liebsten würde ich :)

Danke fürs Lesen!

Gez.
Tobii~

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