Blubb blubb, töff töff

By | March 18, 2014

Kyoto Aquarium & Umekoji Zugmuseum:

Ein Hallo an euch alle!

Ausnahmsweise wartet heute weder ein Tempel noch ein Garten auf euch :horror: Kyoto hat nämlich auch Anderes zu bieten, ob ihr es anhand meiner Einträge glaubt oder nicht. Für einen Tag hatte ich mir daher das Aquarium und ein Museum für Dampflokomotiven ausgesucht, weil diese sehr nah beieinander sind. Wer mag, kommt sogar vom Hauptbahnhof aus zu Fuß dorthin ;-) Es sind bestimmt so 20 Minuten gewesen. Für Faule gibt es auch eine Busverbindung. Here we go!

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Das Kyoto Aquarium ist relativ neu, was einem definitiv auffallen dürfte. Erst vor 2 Jahren geöffnet, bietet es neben Pinguinen, Seehunden und einer Delphinshow etwas Besonderes: Ein Bereich, der den Flüssen in der Umgebung Kyotos nachempfunden ist – inklusive Fauna versteht sich. Man kann sogar Exemplare des Riesensalamanders bestaunen! Ein wirklicher Besuchermagnet wie die Orcas in Nagoya fehlt jedoch. Der Eintritt schlägt dazu mit 14€ zu Buche, was sich nach ein wenig zu viel anfühlt. 1500 Yen wären schöner gewesen, aber so ist halt. Trotzdem habe ich einige schöne Dinge gesehen, die ich euch nicht vorenthalten möchte! Am Anfang der Route kommt man an einem Bereich mit Seehunden vorbei, wo es auch einen Glaszylinder gibt, der unten mit dem Becken verbunden ist. Dort drinnen ruhte sich dann ein Seehund aus :) Stellt euch eine von allen Seiten einsehbare Glassäule vor, in der sich ein fetter Seehund mit geschlossenen Augen um die eigene Achse dreht. Ein sehr schönes Bild xD Der Bereich für die Pinguine fällt etwas kleiner aus als in Nagoya, beherbergt aber dementsprechend auch nur eine kleine Art. Irgendwie wirkten die Pinguine dort etwas munterer als im anderen Aquarium. Allgemein fand ich die Haltung der Tiere sehr viel artgerechter, als es im Nagoya Port Aquarium der Fall ist. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass dieses über 20 Jahre alt ist, aber es ist doch schon schöner, wenn man mehr oder weniger glückliche Tiere sehen kann.

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Als Nächstes führte einen die – wie immer in Japan – ausgeschilderte Route zum Hauptbecken, welches vor allem von subtropischen Fischarten bewohnt wird: Mehrere Rochen, ein großer Schwarm kleiner Fische, eine Schildkröte und noch weitere exotische Fische, die man vermutlich auch zum Teil aus Filmen wie “Findet Nemo” kennt. Clownfische gab es übrigens in einem kleinen Becken, wo man dann auch ziemlich oft “Nemo” und “Dori” hörte ;-) Zurück zum Hauptbecken! Ich war genau zum richtigen Zeitpunkt da, denn die Fütterung fand gerade statt. Interessanterweise hat dabei ein Taucher die verschiedenen Tiere per Hand gefüttert. Schildkröte, Rochen und Co. haben dann alle ihre jeweilige Lieblingsspeise direkt in den Mund geschoben bekommen :yahoo:

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Mein kurzer Besuch endete dann mit der Delphinshow, die es drei mal am Tag gibt. Vier dressierte Delphine führten dort auf Kommando eine Handvoll Kunststücke vor und wurden danach selbstverständlich mit Fischen belohnt. Es wurden sogar zwei Personen aus dem Publikum ausgewählt, die mit den Delphinen dann ein bestimmtes Kunststück machen durften. Sicherlich etwas Besonderes, aber wirklich lang ist die Show ist. Ich finde es auch irgendwie schade, dass man die Delphine nicht in ihrem Becken betrachten kann. Jedenfalls war das quasi alles, was es im Kyoto Aquarium zu sehen gibt. Ehrlich gesagt habe ich dort keine 2 Stunden verbracht, wobei ich mich z.B. nicht vor das Hauptbecken gesetzt habe. Von der Größe her ist es also doch recht klein. Dennoch sehe ich diese 14€ nicht als verschwendetes Geld an.

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Anschließend ging es ins Umekoji Dampflokomotiven-Museum, dessen Eingang sogar eine echter, ehemaliger Bahnhof von 1904 ist. Sicherlich sind alte Züge nicht jedermanns Sache, aber mit keinen 3€ Eintritt macht man hier nichts falsch. Mit diesen kann man nämlich 18 Dampflokomotiven japanischer Bauart bestaunen, die sogar (teilweise?) noch fahrtüchtig sind. Wer zur rechten Zeit kommt, hat sogar die Chance, eine ganz kurze Fahrt mit einem der Züge zu unternehmen. Das kostet zwar ein wenig, aber hey :good: Ich war nämlich genau dann da, als die letzte Fahrt des Tages vorbei war…Immerhin konnte ich dann das Nachfüllen von Kohle und Wasser, sowie das Einparken mit der Drehscheibe beobachten. Ja, Drehscheibe! Die 18 Loks stehen in einem runden Lokschuppen, der eben auch eine Drehscheibe hat. Es war wirklich toll, mal wieder ein legendäres Dampfross atmen zu hören. Mehrere 100 Tonnen nur von Wasserdampf bewegt…Strom und Diesel sind dagegen langweilig. Im Gegensatz zu Nagoya gibt es hier sogar englische Informationen zu den ausgestellten Lokomotiven; und zwar nicht nur die technischen Daten, sondern eben auch die Besonderheiten der Baureihe und wo genau dieses Modell zu Einsatz kam. Das hängt vielleicht mit der Partnerschaft zusammen, der mit einem englischen Zugmuseum besteht? Man kann sogar einen “Kaiser-Express” bewundern, der mit dem Siegel und einem Reiher verziert ist. Statt Limo oder Airforce One hatte man in Japan natürlich einen ganzen Zug :P Ob der Kaiser überhaupt von dieser Lokomotive befördert wurde, war jedoch nicht vermerkt :-( Neben den Loks gibt es im Bahnhofsgebäude noch eine kleine Ausstellung zum Thema “Dampfeisenbahn in Japan”, wobei dort dann quasi alles auf Japanisch ist. Immerhin konnte man eine gefüllte Kohlenschaufel hoch heben! Meinen Besuch im Umekoji Dampflokomotiven-Museum habe ich wirklich genossen! Auf jeden Fall weiter zu empfehlen, wenn man etwas für die Technik von Vorgestern übrig hat.

Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben, aber ihr seht, dass daraus nichts geworden ist :patrick: Bis zum nächsten Eintrag dann!

Euer
Tobii~

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