Ginkakuji

By | March 13, 2014

Der nicht silberne Silberpavillon:

Ja hallo!

Ihr wollt endlich wieder etwas über Kyotos Sehenswürdigkeiten erfahren? Das trifft sich gut, weil genau dieser Wunsch heute erfüllt wird ;-) Wo ich euch heute hinführe? Zum Silberpavillon, der aber nur so heißt und nicht tatsächlich versilbert ist. Ginkakuji gehört dabei ebenfalls zu den UNESCO Weltkulturerben Kyotos! Also, worauf warten wir noch?!

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Ginkakuji liegt nördlich vom Eikando Tempel, welchen ich ja schon besucht habe. Ich war allerdings wieder knickrig und so habe ich die Strecke per Bahn und nicht per Bus zurückgelegt. Natürlich kommen dann noch einige Kilometer Fußweg dazu, die sich aber definitiv lohnen. Warum? Habt ihr denn noch nichts vom “Weg des Philosophen” gehört? Ne? Dann wird es höchste Zeit: Auf ungefähr 2 Kilometern kann man an einem alten Kanal entlang flanieren, wobei der Weg von Hunderten Kirschbäumen gesäumt wird. Dazu die Ruhe, die man am östlichen Rand von Kyoto hat…Ganz sicher eine der schönsten Ecken :heart: Bis auf vereinzelte Läden oder Restaurants bleibt außerdem die große Dichte an Souvenir-Shops wie z.B. bei Kiyomizudera aus. Auch Katzenfreunde werden an einer bestimmten Stelle auf ihre Kosten kommen, weil sich dort mehrere herumtreiben und diese sind gar nicht soo scheu! Im Frühling wird das Ganze durch die Kirschblüte umso herrlicher. Ich hatte dann noch einen Abstecher in den Honen-in Tempel gemacht, welcher in direkter Nähe zum Weg zu finden ist. Ohne Eintrittsgeld kann man diesen Tempel am Waldrand besichtigen, also was spricht dagegen?

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Der nicht silberne Silberpavillon befindet sich erst fast am Ende des Weges, was bei gutem Wetter aber überhaupt kein Problem darstellen dürfte :kawaii: Während auf dem Weg des Philosophen nicht besonders viele Menschen unterwegs waren, sah das Bild am Ginkakuji natürlich anders aus…So voll wie mein Besuch von Kiyomizudera war es allerdings zum Glück nicht. Der Name Ginkakuji ist übrigens nur ein Spitzname, der vermutlich von der äußeren Ähnlichkeit mit Kinkakuji – dem goldenen Pavillon – herrührt. Mit 500 Yen ist der Eintritt nicht besonders hoch, wobei man nicht ein einziges Gebäude betreten kann. Man hat es nämlich mit einem kleinen Zen-Tempel zu tun, der nach dem Tod des Pavillon-Erbauers gegründet wurde. Die Hauptattraktion befindet sich zwar gleich hinter dem Eingang, einen Rundgang durch die Gärten sollte man aber dennoch machen. Vor allem der Blick von weiter oben ist sehr nett! Insgesamt fehlt mir ein wenig die religiöse Bedeutung der Stätte…Selbstverständlich eine wunderschöne Anlage, aber mehr ist Ginkakuji leider nicht. Als ich das Gelände gerade verlassen hatte, fing es plötzlich ziemlich stark zu schneien an. Das hielt zwar nur kurz an, war aber irgendwie schön.

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Mein Rückweg führte mich dann noch zum Shinnyodo-Tempel, der in einer grünen Oase zu finden ist: Der Tempel liegt nämlich auf einem kleinen Hügel, der von vielen Bäumen gesäumt ist. Ausnahmsweise gibt es sogar Wohnhäuser dort “oben”; die Gegend bleibt trotzdem sehr ruhig. Neben einer Pagode kann man dort eine größere Haupthalle und auch einen Garten bewundern. Ich habe mich mit einem kleinen Rundgang über das Gelände zufrieden gegeben :good: Vor allem das Streifen durch die angrenzenden Wohngebiete war eine schöne Aktion. Es ist nicht schlecht, manchmal einfach nur das ganz normale Japan zu sehen – ohne berühmte Tempel, Gärten, Museen oder andere Attraktionen.

Offensichtlich war relativ viel Beinarbeit zu leisten, aber das Wetter war gut und auch die besichtigte Gegend war meiner Meinung nach sehr sehr schön :) Von daher: Worth it! Danke fürs Lesen und man sieht sich bei meinem nächsten Ausflug.

Gez.
Tobii~

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