Arashiyama

By | March 8, 2014

Eine andere Welt:

Willkommen zu einem weiteren Ausflugsbericht!

Dieses Mal verschlägt es uns an das nord-östliche Ende von Kyoto, welches unter Touristen sehr beliebt ist. Warum wird einem aber schnell klar ;-) Nicht umsonst habe ich den Untertitel “Eine andere Welt” gewählt. Von meinem Guest House aus ist es die längste Strecke, die ich bisher in Kyoto zurückgelegt habe. Zuerst muss man eine U-Bahn Linie ganz bis zur Endstation nehmen (hier ist übrigens der Anfang der Linie…), was schon mehr als 30 Minuten dauert. Anschließend kommt noch das Umsteigen auf eine sehr traditionelle und vermutlich auch -reiche Bahnlinie namens Randen. Hier verkehren nur Züge mit einem Waggon bzw. ist der Waggon auch gleichzeitig der Zug. Wie eine Straßenbahn ohne Straße xD Diese sind immerhin an ihre Urgroßväter angelehnt, wie ich sie in Nagoya im Museum gesehen habe. Die Welt ist klein…Jedenfalls muss man auch hier bis zur Endstation fahren, bis man endlich in Arashiyama ankommt.

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Im Bahnhof wird man dann von senkrechten Röhren begrüßt, die jeweils ein kunstvoll gestaltetes Tuch enthalten. Wie immer vermag ich nicht zu sagen, was das genau zu bedeuten hat :negative: Es wird auf jeden Fall sehr schnell deutlich, dass man einen weiteren Hotspot für Touristen aufgesucht hat: Junge Japaner, die Riksha-Fahrten anbieten, viele Souvenir-Läden und natürlich jede Menge Restaurants & Imbisse. Ich war übrigens zusammen mit Nick unterwegs, einem Indonesier, der jetzt ebenfalls im Guest House wohnt. Unser erstes Ziel war die Brücke! Ja, DIE Brücke: Arashiyamas Erkennungszeichen! Grüne Berge im Hintergrund, ein breiter Fluss und dann die Togetsukyo Brücke mitten drin. Dementsprechend fleißig sind dort auch die Amateur-Fotografen :haha: Und auch ich muss zugeben, dass das Gesamtbild wunderschön ist. Eine Brückenkonstruktion aus Holz wäre natürlich beeindruckender gewesen, selbst wenn man damit nur den Beton verkleidet hätte…Meckern auf hohem Niveau :-(

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Danach ging es über die Brücke, wo wir einen kleinen Tempel und einen Schrein besuchten, die beide nicht wirklich erwähnenswert sind; ein weiterer war zu Fuß ganze 18 Minuten weg, sodass wir diesen nicht besuchten. Beim Schrein war allerdings der Arashiyama Monkey Park, wo man für nur 4€ den am nördlichsten lebenden Affen ganz nahe kommen kann. Wie ihr sicherlich schon wusstet, ist Japan Heimat des Japanmakaken, die im Winter sogar – wie die Menschen – die heißen Quellen namens Onsen aufsuchen. Der Park ist nicht sonderlich groß, aber der Aufstieg zum zentralen Plateau, von dem man übrigens einen ausgezeichneten Blick auf Kyoto hat, ist recht steil. Die Affen leben dabei nicht in Käfigen, sondern können sich im gesamten Park frei bewegen. Die Menschen sind es, die in den Käfig kommen und von dort aus die Tiere füttern können xD

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Als Nächstes folgte eine kurzer Imbiss, nach dem es dann weiter zum Highlight ging: Der Bambushain. Auf der Seite des Flusses gelegen, von der wir gestartet waren, erstreckt er sich über mehrere 100 Meter und führt auch an einem UNESCO Weltkulturerbe vorbei. Rechts und links Bambus hoch wie Bäume, die Sonne, wie sie versucht durch das immergrüne Meer zu scheinen, der sich windende Weg, das Rascheln und Klappern bei jedem Windstoß…Man muss es einfach selber erleben :heart: Der Bambushain von Arashiyama gehört definitiv zu den Ecken Kyotos, die man gesehen haben sollte!

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Zu guter Letzt mussten wir natürlich noch den “Tempel des himmlischen Drachen” besuchen, der mit zu Kyotos Weltkulturerben gehört. Tenryu-Ji ist weder gigantisch groß noch kann man 1000 Jahre Gebäude besichtigen. Der Großteil der zu sehenden Gebäude stammt sogar “nur” aus dem 19. Jahrhundert. Was ist also das Besondere an Tenryu-Ji? Der Garten! Dieser kann nämlich in der ursprünglichen Form von 1339 bewundert werden. Ich als Freund japanischer Gärten war allerdings nicht allzu sehr beeindruckt. Der Teich mag ja ganz nett sein, aber in der Hinsicht ist der Garten vom Heian Schrein sehr viel schöner. Und an Daigo-Ji kommt so oder so keine Anlage heran…Trotzdem kein rausgeschmisses Geld; man erwartet bei einem UNESCO Weltkulturerbe nur irgendwie mehr…

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Bevor es dann wieder zurück in den Süden Kyotos ging, liefen wir noch ein wenig am Fluss entlang. So fanden wir dann die Stelle, wo man sozusagen direkt in die Berge schauen kann, und auch einen schon blühende Kirschbäume :kawaii: Ganz vereinzelt stellen manche Frühzünder schon ihre pinkfarbene oder weiße Pracht zur Schau. Es dauert noch ein wenig, bis es so richtig losgeht :) Da müssen wir alle uns noch gedulden :P

Danke fürs Lesen! Arashiyama hat mir wirklich sehr gefallen. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich dort ein weiteres Mal hinfahren werde. Und das nicht nur wegen den Sehenswürdigkeiten, die Nick und ich nicht aufgesucht hatten!

Euer
Tobii~

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