Leben im Guest House

By | February 19, 2014

WG mit Eigenheiten:

Ja hallo mal wieder =)

Nachdem ich jetzt schon mehr als 2 Wochen in Kyoto bin, folgt endlich die Vorstellung meiner Unterkunft! Ich wohne nämlich in einem sogenannten Guest House, wo man mit mehreren (in der Regel) Ausländern zusammen in einem Haus wohnt. Das Ganze kann man sich dann also wie eine WG vorstellen, was man in Japan unter dem Namen Share House kennt. Aber beim Guest House gibt es noch die Besonderheit, dass die Vermieter/in selbst ebenfalls noch im Haus leben. Somit besteht für die Mieter die Möglichkeit, ein wenig Japanisch zu üben, sich für ein Entgelt bekochen zu lassen oder gemeinsam Feste und andere Attraktionen zu besuchen. Ganz so die familiäre Atmosphäre kommt dabei letztendlich nicht auf; dafür muss man schon das teurere Homestay machen – also das Leben in einer japanischen Familie, mit der man dann sehr viele Dinge unternimmt.

Im blauen Haus wohne ich momentan

Im blauen Haus wohne ich jetzt!

Das Guest House, in welchem ich bis Mitte Mai einquartiert bin, verfügt über zwei Etagen, wobei die untere eher unserer japanischen Vermieterin vorbehalten ist und die obere ganz uns Mietern gehört. Die Grenzen sind aber fließend: Selbstverständlich dürfen wir Toiletten und Waschmaschine im Erdgeschoss ebenfalls benutzen. Oben gibt es außerdem gar keine Waschmaschine :patrick: Auch die Küchengeräte sind – nach entsprechender Einweisung – kein Tabu. Im 1. Stock verfügen wir dabei ebenfalls über eine Küche, die bis auf einen Reiskocher keine Wünsche offen lässt; vor allem der geräumige Kühlschrank ist ein Segen ;-) Dafür müssen sich alle eine Dusche teilen, was bisher kein allzu großes Problem darstellte. Zugegebenermaßen ist das Haus momentan recht leer…Wir haben ja auch Winter! Spätestens zur Kirschblüte Anfang April wird es voll werden :)

Bett und Schrank

Bett und Schrank

Die Auswahl an Zimmern ist gar nicht schlecht: Man kann zwischen traditionell japanisch oder westlich eingerichteten Zimmern wählen. Während man in Ersteren dann Tatami-Matten auf dem Boden hat und auch sonst sehr auf dem Boden lebt, erhält man in Letzteren ein mit Parkett und Holzverkleidung ausgestattetes Zimmer – inklusive großem Bett und Schreibtisch. Ich wohne in einem “western style” Zimmer, weil ich ja so viel Gepäck habe. Ob mir das Leben in einem “japanese style” Zimmer gefallen würde, kann ich dabei gar nicht beurteilen…Da wartet also noch ein Erfahrung auf mich! Neben Einzelzimmern gibt es übrigens auch Doppelzimmer und sogar ein geteilter Schlafraum, wo man dann zu viert oder sogar mit noch mehr Leuten schläft. Letzteres ist für einen kurzen Aufenthalt ohne großes Budget die beste Möglichkeit, irgendwo unterzukommen.

Schreibtisch, Klimaanlage und die Schiebetür (!)

Schreibtisch, Klimaanlage & die Schiebetür (!)

Bei meinem Einzug Anfang Februar lebte hier nur ein französischer Student. In den zwei Wochen, die ich jetzt schon hier bin, wohnten hier auch kurzzeitig ein Pärchen aus Vietnam und auch ein junger Kanadier. Sogar eine Deutsche hat sich dazugesellt, wobei sie bereits nächste Woche wieder abreisen wird. Wie man also sieht, werde ich bis Mai sehr viele verschiedene Menschen mehr oder weniger lange kennenlernen. Ich bin schon gespannt, welche Nationalitäten noch ins Guest House kommen.

Blick vom Dach

Blick vom Dach

Zu guter Letzt ein wenig über die Lage: In direkter Umgebung finden sich ein Supermarkt, eine Post inklusive Geldautomat, eine U-Bahn Station, mehrere Restaurants, uvm. Darüber kann man sich also definitiv nicht beschweren! Möchte man allerdings den Verkehrsknotenpunkt aka Hauptbahnhof erreichen, muss man leider sowohl die U-Bahn als auch eine normale Bahnlinie benutzen. Für insgesamt knapp 3€ und nach gefühlten 20 Minuten hat man den Hauptbahnhof dann erreicht. Manchmal verpasst man natürlich Züge oder man erwischt statt einem Express einen Local-Train, der an jedem Bahnhof hält…Allerdings fahren sowohl Bahn als auch U-Bahn sehr oft und auch noch bis nach 23 Uhr. Das Guest House könnte ruhig ein wenig näher am Hauptbahnhof liegen, aber das ist jetzt kein Beinbruch für mich. Gerade im Vergleich zu Gifu ist die Lage um Längen besser. So viel vermag ich dazu zu sagen :P

So nah sind die Berge

So nah sind die Berge

Bisher hat es mir in meinem Guest House sehr gefallen! Mein Zimmer und auch die Ausstattung des Hauses sind völlig ausreichend, die Mitbewohner wie auch die Vermieterin sind allesamt total nett und die Lage hat sich als sehr günstig herausgestellt. Was will man mehr?

Gez.
Tobii~

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