In Kyoto angekommen

By | February 7, 2014

Ein fantastischer Start:

Guten Tag liebe Leser!

Ich melde mich jetzt live aus Kyoto, welches sich westlich von Nagoya befindet und neben Tokyo die von Touristen meistbesuchte Stadt Japans ist. Zu meiner Unterkunft folgt noch ein extra Eintrag, keine Sorge. Zuerst aber ein ganz kurzer Reisebericht, weil ich nicht gerade das übliche Transportmittel gewählt hatte.

Das Erste, was 90% aller Kyoto-Besucher sehen werden: Den Hauptbahnhof

Das Erste, was 90% aller Kyoto-Besucher sehen werden: Den Hauptbahnhof

Von Nagoya nach Kyoto ging es nämlich per Bus! Für umgerechnet 18€ wird man inklusive Gepäck die 100 km bis zur ehemaligen Hauptstadt kutschiert. Da das Auschecken aus dem Hotel nur bis 10 Uhr möglich war und mein Bus um 11 Uhr ging, musste ich ein wenig warten, was aber nicht schlimm war. Kurioserweise muss man sein Gepäck selbst einladen, was ich aus Deutschland nicht kenne. Man denkt hier in Japan vermutlich, dass sich der Besitzer selbst am besten um sein Hab & Gut kümmert. Trotzdem eine sehr interessante “Lücke” in dem so durch und durch auf Service ausgelegten Land, wie ich finde. Die Fahrt selbst war leider nicht so spannend; da hatte ich mehr erwartet: Anfangs führte die Autobahn durch eine Art japanisches Harz, was mit stellenweise sehr tief hängenden Wolken schon irgendwie cool war. Auch so manch ländlicher Friedhof direkt an der Straße sah im Vergleich zu den städtischen, wo die Grabsteine einfach aneinandergereiht werden, sehr viel schöner aus. Was mir als Deutscher unglaublich stark auffiel, war die Leere der Autobahn. Im Prinzip zu 90% LKWs und vereinzelt Busse. Kaum bis gar kein Personenverkehr! Ist in Japan die Bahn dermaßen beliebt? Ich befürchte es fast…Im Bus selbst gab es trotz der mit 3 Stunden eher geringen Fahrtdauer eine ganz normale Steckdose. Findet das mal in Europa! Ha! Nach 90 Minuten gab es übrigens schon eine kurze Pause, was vermutlich in Anbetracht des hohen Alters der japanischen Bevölkerung hingenommen werden muss. Bis auf etwa ein Dutzend Leute in Nagoya stieg an den anderen Haltestellen fast nie jemand ein oder aus. Sehr schnell wurde dann Kyoto erreicht, was man sowohl an der volleren Autobahn und auch an der zunehmenden Häuserdichte erkennen konnte. Der Bus war übrigens bis auf die Minute pünktlich am Bahnhof! Was dann folgte, war ein wenig Ratlosigkeit, viel Plackerei mit meinen zwei schweren Koffern und kaum Augenmerk für Kyoto selbst. Auf jeden Fall – anders als eigentlich abgemacht – wartete am Zielbahnhof schon die japanische Vermieterin auf mich. Wie vom Schicksal verfügt, fuhr eine Freundin Yasuko’s (der Name meiner Vermieterin) gerade vorbei und nahm uns inklusive der Koffer direkt zum Haus mit! Danke!

Kurz dem hier wohnhaften französischen Studenten vorgestellt, ganz schnell einkaufen gewesen und dann ging es schon wieder los! Ich hatte nicht einmal meine Koffer ausgepackt xD Jedenfalls besuchten wir – inklusive einem Pärchen aus Vietnam, auf das Yasuko eigentlich am Bahnhof gewartet hatte – das chinesische Neujahrsfest! Hä? China? Bis Ende des 19. Jahrhunderts war in Japan der chinesische Kalender Standard ;-) Gefeiert wurde in einem relativ großen Schrein direkt neben der Kyoto University. Dort wurde mir dann zum ersten Mal richtige Volksfeststimmung geboten: Menschenmengen, überall Stände, wo man von japanischen Spezialitäten (frittierter Tintenfisch, Sake…) über Döner bis hin zu deutschen Bier echt viel Auswahl hatte, und natürlich ein großes Feuer, was zum Neujahrsfest in Japan dazugehört. Wobei wir schon vor dem Anzünden das Spektakel verlassen haben :cry: Erst um 23 Uhr wäre es so weit gewesen, aber dann hätten wir den doch sehr weiten Weg per Taxi zurücklegen zu müssen…Ich habe zumindest viele andere Studenten aus aller Herren Länder gesehen und bin sogar mit einem Deutschen aus München ziemlich lange ins Gespräch gekommen =)

Kyoto Tower, direkt gegenüber vom Bahnhof

Kyoto Tower, direkt gegenüber vom Bahnhof

Das war also mein erster Tag in Kyoto! Ziemlich unglaublich, meint ihr nicht auch? Ehrlich gesagt war das NICHT abgestimmt und absolut zufällig. Man könnte es natürlich wieder Schicksal nennen…Naja…Und wer den Fotostream verfolgt, wird festgestellt haben, dass es zu sehr vielen Bildern noch keinen Eintrag gibt. Ich arbeite daran!! Es tut mir wirklich fast schon Leid für euch, die (eher) nicht wissen, worum es sich da handelt. Mindestens drei Einträge hänge ich jetzt schon hinterher…Da ich ja am Ende sehr ausführlich werde…Ihr versteht schon, hoffe ich :yahoo:

Bis zum nächsten Eintrag!
Tobii~

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