Im Aquarium

By | January 30, 2014

Orcas, Delphine & mehr!

Willkommen zu einer weiteren Episode von “Tobias in Nagoya”!

Heute begeben wir uns in das Port of Nagoya Public Aquarium, welches eines der größeren und besseren von Japan sein soll. Alleine das Hauptbecken fasst 13.400 Tonnen Wasser. Zusätzlich verfügt es über ein 116 m² großes Fenster, durch das man die Tiere auch unter Wasser beobachten kann. In dem Flyer steht dabei geschrieben, dass man insgesamt 500 Arten bestaunen kann. Nachgezählt habe ich jetzt nicht :patrick: Geplant war übrigens ein Besuch in einem der wichtigsten Shinto-Schreine Japans, sowie das Aufsuchen eines eindrucksvollen buddhistischem Tempel. Das Wetter machte diesen Plan aber zunichte, weshalb dann etwas im Trockenen gemacht werden musste. Noch gibt es ja genug auf meiner Liste xD

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Die Orcas – immer in Bewegung

Wie man schon am Namen des Aquariums ablesen kann, befindet es sich am Hafen. Per U-Bahn sind es trotzdem nur 15 Minuten! Für den Eintritt muss man umgerechnet 14€ auf den Tisch legen. Dafür bekommt man meiner Meinung nach einiges geboten. Die allerersten Becken sind – wie im Bahnmuseum – die Highlights: Auf der Rechten die Orcas und im Prinzip direkt vor einem die Delphine. Liegt natürlich auch irgendwie an der Architektur der Gebäude, aber es wäre doch wünschenswert, wenn das Beste erst am Schluss käme. So freut man sich die ganze Zeit über auf den Höhepunkt und dann wird die Stimmung allgemein etwas positiver. Im ersten Moment ist es wirklich beeindruckend, lebendige Wale zu sehen. Riesen der Tiefsee :heart: Aber mit der Zeit fragte ich mich, ob das Leben in dieser Art von Gefangenschaft so schön für die Tiere ist. Besonders viel Platz zum Schwimmen ist natürlich nicht vorhanden und auch sonst sah das Becken etwas trostlos aus. Dazu war es nicht einmal verboten mit Blitzlicht zu fotografieren…Selbst wenn die Tiere schon in Gefangenschaft zur Welt gekommen sind und dadurch gar kein anderes Leben kennen, hat mich das schon ein wenig nachdenklich gestimmt. Wale sind immerhin Säugetiere genauso wie wir Menschen. In der Regel bin ich dabei niemand, der sich für Tierschutz oder ähnlich “grüne” Angelegenheiten einsetzt. Wie auch immer :wut: Hier in Nagoya kann man übrigens vier Orcas bestaunen; ein Männchen, zwei verschwisterte Weibchen und ein Junges. In einem abgetrennten Becken gibt es übrigens sogar Belugas! Dort was es allerdings so dunkel, dass fotografieren unmöglich war.

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Für das Bild hat er/ sie extra stillgehalten!

Die zahlreichen Delphine haben es wohl einen Tick besser als die Wale, einfach weil sie kleiner sind. Beide werden außerdem abgerichtet, bestimmte Kunststücke vorzuführen. Extra dafür gibt es im 2. Stock eine Tribüne, die Platz für 3000 Menschen bietet. Die Show(s) kosten keinen Yen extra ;-) Anstatt auf das Beibringen von nicht arttypischem Verhalten einzugehen, erwähne ich lieber, dass es ziemlich leer war. Ok, ich war unter der Woche und dazu schon vormittags da. Dazu der Regen…So ist die Leere wohl doch nicht verwunderlich. Es waren zumindest sowohl Familien als auch Paare im Aquarium anzutreffen, wobei “Familie” oftmals nur Frau mit Kind bedeutet. Der Vater musste bestimmt arbeiten B-)

Der Schwarm Sardinen

Der Schwarm Sardinen

Selbstverständlich bietet das Aquarium noch sehr viel mehr: Zwei Seerobben, ein großer Bereich für Pinguine – die hatten sogar Eis! – und ein weiteres größeres Becken, wo unter anderem Haie, Thunfische und ein ganzer Schwarm Sardinen umher schwammen. Die Fütterung letzterer wurde zwar künstlich inszeniert, damit die Fische extra größere Bögen schwimmen, aber das Ganze dann noch mit stimmungsvoller Musik untermalt und man hat ein echtes Highlight. Des Weiteren kann man von Clownfischen, über Schildkröten bis hin zu Tiefseekrabben mit extrem langen Beinen sehr viel bestaunen. Manche Tiere hatte ich in meinem Leben noch nie gesehen! Es gibt zusätzlich ein großes Kino, wo entweder eine Dokumentation oder ein Animationsfilm gezeigt wird. Ich hatte mir die Dokumentation angeschaut, was trotz fehlenden englischen Untertiteln eine schönes Erlebnis war. Ein Bereich extra für Kinder darf auch hier nicht fehlen. Ein klein wenig Input in Form von Skeletten mit – mal wieder leider nur – japanischen Informationsschildern gehört natürlich genauso zur Ausstattung. Wenn man diese dann nicht lesen kann und sich nur aufs Angucken der Tiere beschränken muss, gibt es gar nicht mehr soo viel zu sehen. Das mag man der Länge dieses Eintrages wohl nicht abnehmen, aber ich hätte schon nach etwa drei Stunden das Aquarium verlassen können. Das hätte ich dann allerdings schade gefunden, sodass ich noch so einige Minuten vor dem größten Becken saß. Außer dem Aquarium selbst gibt es dort noch ein ausgemustertes Expeditionsschiff, welches die Antarktis erforscht hatte, sowie ein Schifffahrtsmuseum. Auf beide Museen hatte ich leider bei dem Wetter nicht so wirklich Lust und so ging es zurück ins Hotel!

Ich hoffe, dass auch dieser Eintrag interessant war. So viele Aufzählungen und dann soll man immer wieder andere Worte finden :aah:

Bis Morgen wieder!
Tobii~

Und zum letzten Male verweise ich an dieser Stelle auf den Fotostream, weil ich einfach zu viele Bilder mache, um alles im Eintrag selbst unterzubringen :yahoo:

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