Beim Friseur

By | December 1, 2013

Fast wie daheim:

Hallo ihr!

Nach der nunmehr zweiten Arbeitswoche (so langsam gewöhnt sich der Körper daran) gibt es heute ein paar Worte über meine Sitzung beim Friseur. Da mein letzter Haarschnitt schon 1,5 Monate her war und es morgens in meiner Wohnung immer sehr kalt ist (ich dusche jeden Morgen und sitze dann mit feuchten Haaren in einem unter 14°C “warmen” Raum), war es mal wieder Zeit dafür!

Wie findet man überhaupt einen Friseur? Haltet einfach nach den sich drehenden Spiralen am Straßenrand Ausschau! Meistens sind sie sogar rot, weiß und blau; das muss aber nicht immer der Fall sein. In Japan nennt man diese Spiralen übrigens “signpole”, während das Original “barber’s pole” genannt wird. Wikipedia sei Dank xD Mein Rumfragen hat ergeben, dass es im Prinzip zwei Arten von Friseursalons in Japan gibt: Vollprogramm oder nur Schneiden. Bei Ersterem gehört eine Haarwäsche quasi immer zum Programm. Oft soll man auch bei seinem ersten Besuch einen ganzen Fragebogen ausfüllen, in dem es eben um die Haare geht. Was man da genau von einem wissen will, kann ich nicht sagen :good: Auf jeden Fall scheinen eher die Friseure als der Salon im Mittelpunkt zu stehen. Als Stammkunde wird einem nämlich immer vom selben Friseur die Frisur gemacht. Falls dieser oder diese dann den Salon wechselt, wechselt man meistens auch. Zumindest gilt das für Japaner. Als Work & Traveller ist man eher selten so lange am selben Ort; als Student schon eher ;-) Es gibt in diesen Salons sogar einen Haarkatalog, aus dem man sich eine Frisur aussuchen kann, falls einem das nötige Japanische fehlt.

Ich war dann in einem “nur Schneiden”-Salon im nächsten Shoppingcenter. Wochentags nach 17 Uhr war da fast gar nichts los; ansonsten hätte ich sicherlich warten müssen. Termine zu machen schien nämlich auch dort üblich zu sein. Ohne eine signpole war aber auch dieser Salon einfach zu erkennen: Preisliste, “Cut” im Namen und natürlich die aufgereihten Stühle inklusive Spiegel. Winterausrüstung auf einem Kleiderbügel gelassen und dann den Namen in eine Liste eingetragen. Anschließend wurde man höflich aufgefordert, die Brille abzunehmen; wer hätte damit gerechnet :patrick: Auf jeden Fall ist es dann natürlich wichtig mitzuteilen, was denn gemacht werden soll. Aus der Sicht dieses jungen Mannes wäre das sogar mit Japanisch möglich gewesen: Jetzt lang, letzter Monat das Gegenteil von lang. Ich habe aber trotzdem noch das Passfoto meines japanischen Ausweises gezeigt, weil ich auf diesem gerade erst beim Friseur war. Der junge Friseur hat mich zumindest verstanden und das trotz der geringen Größe des Bildes! Während eine Stoppuhr dann von 10 Minuten auf 0 heruntertickte, wurde meine Haarpracht zurechtgestutzt. Ein wenig nach dem Klingeln war die Arbeit auch schon getan. Wie man auf dem Bild sieht, kann man nicht meckern; ich bin auf jeden Fall zufrieden damit. Der Preis war mit umgerechnet 11,50€ in Ordnung. Es war vermutlich etwas teurer, weil es im Shoppingcenter war. Ansonsten soll man auch für 7,50€ einen einfachen Schnitt bekommen.

Das Ergebnis <img src='http://blog.tzf-clan.de/smileys//monocle.gif' alt=':sir' width='19' height='19' class='wpml_ico' /> :

Das Ergebnis :sir

Wer speziellere Wünsche hat, sollte vermutlich besser jemanden mitbringen, der ganz gut Japanisch beherrscht. Vor allem wenn ich an lange Haare denke, kann man so einige Kunden oder eher Kundinnen unglücklich machen. Zu viel abgeschnitten, zu sehr ausgedünnt (Japaner haben schließlich dunkle Haare und so kennt sich der Großteil der Friseure schlichtweg nicht mit hellen Haaren aus) und was eben noch alles passieren kann. In größeren Städten findet man dann auch Friseure, die sich mit ausländischen Haaren auskennen. In Gifu mit seinen 400.000 Einwohnen gibt es halt nicht besonders viele Ausländer. Da wird man im 15 Minuten entfernten Nagoya als 4. größte Stadt Japans eher fündig werden. Von Tokyo brauchen wir gar nicht erst anfangen zu reden =)

Wie immer vielen Dank fürs Lesen! Noch drei Wochen Schule übrigens, was bedeutet, dass danach mehr Zeit zum Schreiben da ist. Haltet aus! Das Ende ist in Sicht! Ich freue mich natürlich ebenfalls schon irgendwie darauf, wieder viel Freizeit zu haben, auch wenn dann kein Japanisch mehr gelernt wird *schnief* :-(

Gez.
Tobii~

One thought on “Beim Friseur

  1. Mark Hintz

    Cool geschieden wie ich gemerkt habe ist es nicht so einfach einen Friseur zu finden.Ich hoffe diese Nachricht kommt an und ich sende auf diese Weise liebe grüße aus Warnau Gez.Mark

    Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *