Das große Lesen

By | May 23, 2015

Endlich richtig studieren!

Hallo ihr alle,

Da hört ihr doch mal wieder was von mir, wie? Tja, ein Studium ist nicht ganz so aufregend wie 9 Monate Work & Travel in Japan :good: Deswegen gibt es hier aktuell kaum Neues, was einfach daran liegt, dass ich nichts wirklich Besonderes berichten kann. Und jetzt extra über Dinge schreiben, die meiner Meinung nach nicht zu meinem Blog passen, käme mir seltsam vor… Nichtsdestotrotz befinde ich mich quasi schon in der Mitte vom Sommersemester und so langsam geht es schon eher in die Richtung Studium. Warum, werdet ihr heute erfahren!

Die Umstellung des digitalen Management-Systems, in dem sich alle Studenten für Veranstaltungen und Prüfungen anmelden, neuer Stundenplan, das Aufderstreckebleiben einiger Kommilitonen, Kirschblüte…So chaotisch fing mein Sommersemester an. Trotzdem gab es am Ende eher weniger Überraschungen: der Sprachkurs wird zunehmend komplexer und ein wenig anstrengend, was einfach an der Art des Unterrichts liegt. Dazu zwei Vorlesungen und zwei Seminare in meinem Nebenfach Deutsch als Fremdsprache, in denen man quasi nichts machen muss, außer anwesend zu sein xD Das definitiv wichtigste Fach hört auf den Namen “Japanologische Recherche und Präsentation”, in dem die Grundlagen für wissenschaftlichen Arbeiten in der (Trierer) Japanologie vermittelt werden. Wie schreibt man eine Hausarbeit? Wie arbeitet man eine Präsentation aus? Wie schlägt man unbekannte Schriftzeichen in Wörterbüchern nach? Das und Weiteres sind sprichwörtliche die Grundsteine für die nächsten Semester, weshalb man dementsprechend gut dabei sein sollte. Im gleichen Atemzug muss jeder Student dieses Semester eine Art Trockenübung für eine Hausarbeit zu einem zufälligen Thema durchführen. Dafür durchgeht man eben die selben Schritte (Recherche, Gliederung, Ausarbeitung, etc.) und hält zum Ende des Semesters eine kurze Präsentation. Das funktioniert natürlich nur, wenn man selbst die dazugehörige Literatur konsumiert. Heißt also lesen, lesen und noch mehr lesen. Ich habe mit einem männlichen Autor der Moderne, der relativ wenige Werke geschaffen hat, ein gutes Los gezogen, weil unsere Uni-Bibliothek auch dementsprechend wenig zu bieten hat.

Ein anderes Anliegen, für das man Bücher durchstöbern sollte, sind die beiden Auslandssemester. Wie das zusammenhängt? Bei der Bewerbung für die stark limitierten Plätze muss man u.a. ein sogenanntes Forschungsthema präsentieren. Das ist dann eine DIN A4-Seite, auf der man erörtert, für welches Thema in Japan vor Ort recherchiert werden soll. Was da genau geschrieben werden soll, wird mir erst noch beigebracht. Die Krux ist eben, dass die Bewerbung am Anfang des Wintersemesters erfolgt, also diesen Oktober. Schon in der Sommerpause muss ich mich demnach für ein Forschungsthema entscheiden, was dann zum Teil auch für meine Bachelorarbeit von Bedeutung sein wird. Mit anderen Worten darf ich mich als Zweiti ohne große Erfahrung in der Japanologie bereits für die Richtung meiner Abschlussarbeit entscheiden…Wer das aus dem Stand kann, ist nicht normal :P

Japanische Kultur und dazu der Autor Dazai Osamu

Insgesamt hatte ich alleine diesen Monat fünf Bücher in der Hand, die sogar ausnahmslos in Englisch verfasst waren. Und dabei darf ich auch noch für ein Referat in meinem Nebenfach recherchieren…Ich beschwere mich nicht, sondern bin erleichtert, dass der “Schulcharakter” des ersten Semesters so langsam zu Ende geht. Allgemein wird man in fast jedem Studiengang früher oder später sehr viel lesen müssen; vor allem in linguistischen Studiengängen wie der der Japanologie kommt man an der Bibliothek nicht vorbei. Bisher hat es mir die Zeit der streitenden Reiche oder auch Sengoku-Jidai sehr angetan, die vom Ende des 15. Jahrhunderts bis 1600 andauerte. Obwohl es wohl die blutigste Epoche war, fasziniert mich der Prozess der Einigung Japans wie keine andere historische Periode in der japanischen Geschichte. In dieser Zeit fanden die ersten Ausländer und mit denen auch christliche Missionare ihren Weg in das Land der aufgehenden Sonne. Außerdem bin ich absoluter Fan Toyotomi Hideyoshis, ohne den die Sengoku-Jidai nicht so ausging, wie es schließlich der Fall war. Für mein Thema schwanke ich aktuell zwischen der historischen Person Toyotomi Hideyoshi und dem sogenannten christlichen Jahrhundert, welches bis in die 1630er andauerte, weil dann das Christentum verboten wurde. Man bräuchte natürlich noch etwas Genaueres wie “Christen unter Toyotomi Hideyoshi”, aber bis dahin habe ich noch ein wenig Zeit. Sowieso sollte ich mir mal Werke über das christliche Jahrhundert oder die Sengoku-Jidai einverleiben…

Danke fürs Lesen. Ist irgendwie am Ende recht viel geworden, aber so ist das eben :bye: Wenn die Gedanken erstmal anfangen zu fließen, gibts gleich einen ganzen Tsunami. Demnächst möchte ich noch etwas über meine allgemeine Zukunft loswerden, also seid gespannt.

Euer
Tobii~

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