Wie funktioniert Studieren?

By | November 26, 2014

Ein Erklärungsversuch:

Hallo ihr!

Inzwischen sind die ersten zwei Wochen meines Studiums um und so finde ich, dass man ein paar allgemeine Dinge über das Studieren an sich los werden könnte :yahoo:

Nach dem Abitur stehen Jahr für Jahr Millionen Menschen vor der Wahl zwischen Ausbildung und Studium. Ein paar entscheiden sich für ein Auslandsjahr, um vor dem Arbeitsleben ihren Horizont zu erweitern. Manch einer bleibt dann sogar im Ausland, wobei der größte Teil wieder nach Deutschland zurückkehrt, um dann eben höchstwahrscheinlich zu studieren. Während einem im Gymnasium so ziemlich alles vorgegeben wird, heißt es an der Universität Eigeninitiative an den Tag zu legen: Stundenplan, Hausarbeiten, Lernpensum…Nach den Orientierungstagen für die Erstsemester hört das Händchenhalten praktisch auf, auch wenn es in der Regel auf jedem Gebiet einen Ansprechpartner gibt. Studentenwerk, höhere Semester, Dozenten und Kommilitonen dürften in allen Lagen weiterhelfen.

Das wichtigste ist sicherlich der Stundenplan, der heutzutage digital erstellt wird: In einem Online-Portal stehen sämtliche Veranstaltungen zur Auswahl, aus denen man sich dann nach dem sogenannten Modulhandbuch für die benötigen Seminare und Vorlesungen anmeldet. Wer die Anmeldefrist überschreitet, muss sich persönlich beim Dozenten anmelden. Jetzt kann es allerdings je nach Fächerkombination zu Überschneidungen kommen. In diesem Fall hat man zwei Möglichkeiten: Entweder besucht man die Veranstaltung in einem späteren Semester oder – abhängig ob Anwesenheitspflicht besteht – man bringt sich die Inhalte im Selbststudium bei. Letzteres ist im Falle von z.B. der Geschichte Japans oder etwas Ähnlichem durchaus möglich. Des Weiteren muss man sich ständig im Bilde halten, was die Dozenten online von sich geben, um nichts Wichtiges zu verpassen.

Eine zeitliche Begrenzung besteht beim Studium an deutschen Universität praktisch nicht: Regelstudienzeit ist zwar drei Jahre, aber im Falle der Japanologie werden mit dem optionalen Auslandsjahr schon vier Jahre daraus. Kommt noch ein Fachwechsel dazu, kann man mit einem noch längeren Zeitraum rechnen. Problematisch wird es irgendwann mit Bafög, dessen Dauer begrenzt ist und nur durch ein extra Formular verlängert werden kann, sofern es denn genehmigt wird. Wirklich das Einzige, was essentiell ist, sind die Klausuren: Fällt man drei mal durch, wird einem das Studium des Faches in ganz Deutschland verwehrt. Manchmal kann man allerdings praktisch das Selbe unter anderem Namen weiterstudieren, denn neben Japanologie findet man auch den Studiengang “Ostasienwissenschaften mit Schwerpunkt Japan” an deutschen Universitäten, wofür man dann nicht gesperrt wäre. So ein Glück hat man allerdings in anderen Fächern vermutlich nicht.

Abseits vom Studium bietet die Universität pro Jahr tausende Vorträge, die man als Student problemlos besuchen darf. Auch die Anmeldung für Vorlesungen anderer Fächer ist kein Tabu. Die anderen Studierende bieten ebenfalls jede Menge Veranstaltungen an, deren Besuch sich immer lohnt. Erst letzte Woche wurde im zweitgrößten Hörsaal ein Kinofilm für 3€ Eintritt gezeigt, der drei Tage später im Kino zu sehen war. Dazu der Kontakt mit den internationalen Studierenden…Oder alleine die Universitätsbibliothek mit ihren zwei Millionen Fachwerken und Zeitschriften.

Studieren ist in meinen Augen etwas ziemlich Cooles, einfach weil man genau das machen darf, was einen interessiert. Das gesamte System fällt im Vergleich zum Gymnasium sehr viel professioneller und organisierter aus. Zu guter Letzt das Programm, das einem neben dem eigentlichen Studium angeboten wird…Über den eigentlichen Zeitaufwand berichte ich in einem eigenen Eintrag, wobei dieser natürlich von den gewählten Fächern abhängig ist. Für manches Nebenfach muss man nämlich so viele Veranstaltungen besuchen wie schon für sein Hauptfach.

Ein paar Dinge habe ich jetzt ausgelassen, aber auch so sollte ich ein bisschen Licht ins Dunkle gebracht haben :P

Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Eintrag!

Gez.
Tobii~

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