Von der Hörn an die Mosel

By | October 13, 2014

Meine erste Woche in Trier:

Hallo fleißige Leser,

Ich melde mich gerade zum ersten Mal aus meinem neuen Zuhause, welches auf den Namen Augusta Treverorum hört. Man könnte diese Stadt an der südwestlichen Spitze Deutschlands aber auch einfach Trier nennen :bye: Mittlerweile bin ich schon eine Woche hier und denke, dass es Zeit für einen kleinen Bericht meinerseits ist. Also worauf warten wir?

Symbol Triers ist die Porta Nigra oder kurz Porta

Symbol Triers ist die Porta Nigra oder kurz Porta

Die Strecke Kiel – Trier beträgt um die 700km und dementsprechend braucht man eine Weile, bis man unten bzw. wieder oben ist. Ich freue mich jetzt schon darauf, zur Weihnachtszeit mein Vertrauen in unsere Bahn zu legen…Statt Flachland bin ich hier von Hügeln umgeben, in deren Tälern sich oft genug kleine Dörfer finden. Dazu die Weinberge, die mittelalterliche Innenstadt…Also ich würde sagen, dass sich das Leben in Trier um Einiges “deutscher” anfühlt als in Schleswig-Holstein. Nicht zu vergessen die bewegte und vor allem lange Geschichte Triers, welche Römer, Wikinger, Franken und mehr beeinhaltet. Gerade Erstere haben einige Gebäude hinterlassen, welche das ganze Jahr über Touristen anlocken. Manch einer pilgert gar zum Geburtshaus von Karl Marx, der an der “alten” Universität Trier studierte. Diese bestand nämlich faktisch für knapp 200 Jahre nicht und wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus dem Dörnröschenschlaf geholt. Neben dem Tourismus ist das zweite Standbein der Stadt die Universität, die mit ihren 15.000 Stundenten einen Großteil der Bevölkerung von etwas mehr als 100.000 Menschen ausmacht.

Mittelalterliche Innenstadt

Mittelalterliche Innenstadt

Und wie gefällt es mir hier? Das Klima ist anders, die Luft auch, viele Ausländer – die nicht nur von der Uni, sondern auch aus dem benachbahrten Luxemburg oder Frankreich kommen – eine schöne Innenstadt, praktischer Busverkehr, der während der Vorlesungszeit alle 5 Minuten die Universität mit dem Rest Triers verbindet, und so weiter und so fort. Praktisch gesehen, fehlt es mir an rein gar nichts. Wirklich begeistern tue ich mich allerdings nicht für mein neues Zuhause…Das Ziel heißt schließlich Japan :P

Ansonsten habe ich immer noch bis Donnerstag Zeit, um mich einzuleben, wobei dann nur die Einführungsveranstaltung ist und nicht etwa der richtige Studienbeginn. Der liegt erst auf dem 27.10., was noch viele freie Stunden für mich bedeutet, in denen es nicht besonders viel zu tun gibt. Dementsprechend kann ich es kaum erwarten, dass ich mit Japanologie und Deutsch als Fremdsprache loslegen darf.

Bis die Tage dann, wo ich vermutlich ein wenig über den Campus und das Studentenwohnheim plaudern werde!

Gez.
Tobii~

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