Tiere und Tempel

By | June 23, 2014

Ueno Koen:

Hallo :bye:

An dieser Stelle folgt der Bericht zu meinem Besuch im Ueno Park, der nicht eurer 0-8-15-Park mit ein bisschen Grün ist. Hier gibt es neben den bereits erwähnten Museen nämlich noch einiges mehr und da das Wetter sich an dem Tag wieder beruhigt hatte, konnte ich schön viel fotografieren. Vor allem mittags war es ziemlich warm ;-) Von Shinjuku aus lässt sich der Ueno Park kinderleicht erreichen, selbst wenn der Zug dahin gute 30 Minuten benötigt.

Ueno Zoo

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Mit der Eröffnung im Jahre 1882 hat man es hier mit dem ältesten Zoo Japans zu tun. Der Eintritt geht mit 4,20€ voll in Ordnung; da ist ein Aquarium teurer :patrick: An drei Tagen im Jahr kommt man sogar kostenlos rein, was eine ziemlich nette Geste ist. Den Zoo hatte ich mir zuerst recht klein vorgestellt, doch musste ich dann feststellen, dass er doch größer als gedacht war. An Tieren wird einem eine nicht zu unterschätzende Auswahl dargeboten, die sich nicht nur auf die typischen Zoo-Tiere wie Elefant, Giraffe, Eisbär, Tiger, Affe oder Känguru beschränkt, sondern auch darüber hinaus geht: Seelöwen, Lemuren, japanische Braunbären, die nur in Japan vorkommenden Makaken, Otter, und das Highlight des Zoos in Form von zwei Pandas. Besonders beeindruckend waren Frösche in so einem Tropenhaus, die unglaublich gut getarnt waren. Evolution ist schon etwas Cooles :P Zwischen den ehrlich gesagt recht kleinen Gehegen fanden sich natürlich Sitzgelegenheiten und auch Imbiss-Buden, was jetzt wohl keinen überraschen wird. Der Ueno Zoo wird dabei von einer Hauptstraße in zwei Teile geteilt, sodass man vielleicht 5 Minuten gehen muss, um im anderen Abschnitt der Anlage zu sein. Ich hätte vielleicht mit einer Stunde Aufenthalt gerechnet, doch am Ende waren es eher zwei…Das kann schon mal eng werden, wenn man erst später los zieht, weil alles ja schon um 17 Uhr schließt. Interessant fand ich auch, dass es neben dem obligatorischen Streichelzoo sogar zwei Rinder und ein paar Pferde (von der Größe her eher Ponys) zu sehen gab. Hat das mit dem “typischen” Stadtmenschen zu tun, der solche Tiere fast nie zu Gesicht bekommt und eventuell nicht einmal weiß, wie die zu Obst & Gemüse gehörenden Pflanzen aussehen? Ich will hier niemanden denunzieren, aber das soll gar nicht soo selten sein. Für den geringen Eintrittspreis sicherlich einen Besuch wert, auch wenn ich die Haltung der Tiere nicht immer als artgerecht bezeichnen würde. Selbst meine dunklen Erinnerungen an Hagenbeck in Hamburg offenbaren mir eine bessere Ausstattung :scratch:

Toshogu Schrein

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Der heute größte Schrein im Ueno Park ist eindeutig der Toshogu Schrein, der immer noch recht mickrig ausfällt. Da bin ich von Kyoto einfach total verwöhnt :kawaii: Immerhin fühlt sich die Anlage eher nach einer religiösen Stätte an als die Menschenmagnete Meiji Schrein oder Asakusas Senso-Ji. Gerade der Zugangsweg im Schatten von Bäumen und an den Seiten von Laternen gesäumt ist richtig schön. Laternen haben hier sowieso eine besondere Bedeutung. Es gibt sogar ein kleines Friedensdenkmal, das mit Hiroshima & Nagasaki in Verbindung steht; selbstverständlich mit Origami Kranichen. Hat mich gleich wieder an Hiroshima erinnert…Das Beste, was der Schrein zu bieten hat, kann man gar nicht übersehen: Ein sehr reich mit Gold verziertes Gebäude. Wer ganz nah ran will, muss allerdings 3,60€ bezahlen. Betreten lässt sich der Schrein dafür allerdings nicht. Der Toshogu Schrein ist übrigens dem alten Bekannten Tokugawa Ieyasu gewidmet, der 2 Stunden nördlich vom heutigen Tokio begraben liebt. Ich denke aber nicht, dass ich das noch in Angriff nehmen werde, alleine weil man dann lieber gleich mehrere Tage dort verbringen sollte.

Bentendo

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Ein weiterer schöner Ort findet sich gleich neben dem Zoo: Mitten in einem von Wasserpflanzen zugewucherten Teich steht dieses kleine Gebäude, das richtig fotogen ist. Dahinter kann man übrigens Boote ausleihen und auf einem weiteren Teich ein paar Runden drehen :)

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Ansonsten finden sich im Ueno Park noch weitere Tempel- bzw. Schreingebäude, auf die sich das Eingehen allerdings nicht wirklich lohnt. Schaut einfach in den Fotostream und genießt :heart: Es soll auf jeden Fall viel von Kyoto beeinflusst sein, was einem definitiv auffallen wird. Allgemein gilt der Ueno Park als einer der beliebtesten Orte zur Kirschblüte, was mich an den Maruyama Park in Kyoto erinnert. In beiden werden wohl regelrechte Volksfeste mit vielen Ständen veranstaltet, die auch gut besucht sein werden. Der Park dürfte im Herbst aber auch ganz nett sein.

Das war also der Ueno Park: Museen, Schreine, Kirschen und sogar ein Zoo. Definitiv eine schöne Ecke Tokios, von der man übrigens auch den Skytree sehr gut sehen kann. Danke fürs Lesen und bis dann!

Grüße aus dem Land der aufgehenden Sonne von
Tobii~

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