Schneeflocken, Kirschblüte, kurze Hose

By | June 21, 2014

Frühling in Kyoto:

Moin ihr!

Heute gilt es etwas Wichtiges nachzuholen: Das Wettergeschehen. Der letzte Eintrag darüber behandelte nur die Monate bis zum Dezember und jetzt haben wir bekanntlich Juni *hust* Da fehlt ein ganz kleines Bisschen…Dementsprechend kann es gut sein, dass ich mich mehr an alle Einzelheiten erinnere, aber ich werde mir Mühe gegen! Also zurück in die Vergangenheit xD

Januar

"Winterwetter" in Japan

Den Januar habe ich bekanntlich noch in Gifu verbracht und erst in der letzten Woche ging es nach Nagoya. Wirklich anders war das Wetter im Vergleich zum Dezember jedoch nicht. Vielleicht ein, zwei Grad kälter, aber richtiger Schnee blieb aus. Es war in der Respektive nur ungewohnt, dass es schon um 17 Uhr dunkel wurde. Jetzt im Juni sieht man noch bis 19 Uhr etwas von der Sonne…Mir sind vor allem die Tage in Nagoya in Erinnerung geblieben, die total sonnig waren. Ich war sogar einmal ohne Jacke draußen und bin nicht erfroren! Dürften also mindestens 10°C gewesen sein :) Einen Sonnenbrand gab es aber nicht.

Februar

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Mein erster Monat in Kyoto brachte Japan den ersten wirklichen Schnee; egal ob Tokio, Gifu oder eben auch Kyoto, überall wurde es für ein paar Tage lang weiß. Zumindest in der alten Kaiserstadt beschränkte sich die weiße Pracht auf nur wenige Zentimeter, die dann sowieso schnell wieder verschwunden waren. Tokio erlebte ja eine kleine Schneekatastrophe. Selbst die Bilder der ehemaligen Mitschüler aus Gifu zeigten mehr Schnee als in Kyoto. Aber auch zu Hause in Deutschland gab es keinen richtigen Winter B-) Eigentlich jede Nacht hatte ich die Klimaanlage laufen, damit es in meinem Zimmer etwas eher ertragbar war. Das Erlebnis des Monats ist ganz klar die Klettertour zu dem einen Tempel, der dann noch eine weiße Decke hatte, obwohl unten davon nichts mehr zu sehen war.

März

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Der März läutete sowohl das Ende des total milden Winters ein als auch den Anfang des Frühlings in Form der Kirschblüte. Den letzten Schnee, an den ich mich erinnern kann, gab es am 6. März als ich mir Ginkakuji ansah. Mit Fortschreiten des Monats wurde es tagsüber immer wärmer, sodass es manchmal schon an die 20°C inklusive Sonnenschein gab, die ich dann dementsprechend ohne Pullover gefeiert hatte. Ich werde nie den Anblick der Japaner in ihren dicken Jacken vergessen, während es mir fast schon in T-Shirt und langer Jeans zu warm war xD Die Winterjacke hatte ich bestimmt schon Anfang des Monats eingemottet. Jedoch musste nachts weiterhin die Klimaanlage ihren Dienst verrichten. Dafür reichte es also noch nicht…Die ersten Vorboten des Frühlings konnte ich schon Mitte März in Form der japanischen Pflaumen bewundern. In der letzten Woche ging es mit den Kirschen dann so richtig los. Mein Wetter-Highlight vom März sind wohl die allerersten Frühlingsspaziergänge an dem Kanal vor meiner Haustür gewesen, die mir mit unglaublicher Freude das Überstehen des alles andere als angenehmen Winters vor Augen führten. Manchmal braucht es wirklich nur Sonne & Wärme, nicht wahr? :patrick:

April

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Im April hatte ich die Ehre, die Kirschblüte mitzuerleben. Selbst wenn japanische Kirschen auch in unseren Breiten in Mode kommen, muss man während dieser Saison unbedingt in das Land der aufgehenden Sonne reisen, denn nur hier kann man diesen Zauber in seiner vollen Schönheit auskosten. Dabei denke ich vor allem an den Schlosspark von Osaka, der mich einfach total überrascht hatte. Natürlich bietet Kyoto auch mehr als genug bildhübsche Ecken, aber damit hatte ich mehr oder weniger gerechnet. Wie man sich vorstellen kann, stiegen die Temperaturen weiter und weiter, sodass es an manchen Tagen fast schon sommerliche Verhältnisse waren. Zumindest aus der Sicht eines Norddeutschen :patrick: Aber hier und da hörte man auch Japaner über die Wärme reden! T-Shirt mit kurzer Hose war auf jeden Fall drinnen ;-) Irgendwann Anfang April lief dann auch die Klimaanlage zum letzten Mal, wenn nicht sogar früher. Darauf habe ich nicht wirklich geachtet :scratch: Die letzten Kirschen ließen übrigens erst Mitte des Monats ihre Blütenblätter fallen, wobei es von der jeweiligen Art abhängt, wann sie blüht…Sowieso liegt es zuallererst am Wetter.

Mai

Itsukushima Schrein auf Miyajima

Der Mai wartete mit dem Ende meiner Zeit in Kyoto auf :-( Dafür ging es kurz nach Hiroshima und dann ganz nach Tokio. Die Temperaturen stiegen natürlich weiter und so standen bereits Mitte Mai die 30°C auf dem Thermometer. Höher als das kletterte das Quecksilber allerdings nie. Allgemein schwankten die Temperaturen im ganzen Land ziemlich stark: Nachts ging es bis auf 12°C runter, während es in der selben Woche tagsüber an die 30°C wurden…Nichts für empfindliche Gemüter. Ansonsten wenig Regen, viel Sonne, aber manchmal auch bewölkt. Was sich hier schon total sommerlich anhört, gilt in Japan eher als Frühsommer. Schließlich wird es in Juli & August noch heißer :horror: Darauf müssen wir zum Glück noch ein wenig warten. Das Highlight war wohl mein starker Sonnenbrand, den ich mir auf der Schreininsel Miyajima geholt habe. Dummheit wird eben bestraft! Danach habe ich mich sofort mit Sonnencreme eingedeckt…Der Tag in Kamakura war aber auch mehr als gut. Ganz schön viel rumgekommen im Mai, wie? Kyoto, Hiroshima, Tokio…Nicht schlecht :kawaii:

Das waren also ein paar Zeilen über das Wetter und jetzt fehlt nur noch der Sommer, den ich ja nur halb miterleben werde. So entgehen mir die üblichen Feuerwerke, aber dann habe ich etwas, auf das ich mich bei nächsten Japanaufenthalten freuen kann :) Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Eintrag!

Euer
Tobii~

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