Monthly Archives: October 2014

Meine Studibude

Leben im Studentenwohnheim:

Grüße aus Trier :bye:

Ein wenig hatte ich euch ja schon die Stadt vorgestellt, in der ich nun wohne. Doch WIE genau  lebe ich? Darauf möchte ich heute ein bisschen eingehen.

Das Studentenwerk Trier verwaltet in einer handvoll Wohnheimen über 1000 (möbilierte) Zimmer, die man sowohl als FH- oder Uni-Student beziehen darf. Die meisten befinden sich in umittelbarer Nähe zum Campus, während zwei Studentenwohnheime etwas weiter entfernt sind. Öffentlicher Nahverkehr ist für Studenten jedoch kostenlos und so kostet tägliches Busfahren nur Zeit. Alle Wohnheime wurden in unterschiedlichen Jahren errichtet, weshalb sie sich teilweise massiv unterscheiden. Von einem ehemaligen Kloster bis hin zum 80er-Jahre Chic ist alles dabei xD Dementsprechend kann man sich ausmalen, wo die Wartelisten am längsten sind und wo es am billigsten ist. Ich habe erst gut einen Monat vorher nach einem Zimmer gefragt und wohne jetzt im Studentenwohnheim Tarforst, welches eher…praktischer Natur ist.

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Wirklich direkt am Campus im Grünen gelegen und mit insgesamt 6 Supermärkten in der Nähe, kann man es nicht besser haben. Dazu die niedrigsten Mieten aller Wohnheime, die den schmalen Geldbeutel der Studenten und Studentinnen schonen…Klingt doch richtig schön oder? Tja, einen Hacken hat die Sache: Die Einrichtung der Wohnungen in Tarforst ist alles andere als eine Augenweide. Zumindest hier in meiner Dublette, die einer 2er-WG entspricht, sind die Möbel noch irgendwo in Schuss, doch heutzutage wird man selbst in Möbelhäusern wie Roller “schönere” Einrichtungen bekommen. Ich könnte jetzt einige Dinge aufzählen, die definitiv nicht stimmen, doch darauf verzichte ich mal :P Mein Zimmer ist hell, es gibt warmes Wasser zum Duschen, das Internet ist rasend schnell und auch mit meinem Mitbewohner verstehe ich mich.

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Mit meiner persönlichen Einrichtung fühlt sich der Raum sowieso gleich viel besser an. Aus Japan bin ich es ja sowieso gewohnt, nicht unbedingt in den schönsten Wohnungen zu leben, also was solls. Irgendwann werde ich eine Wohnung haben, deren Möbel ich selbst ausgesucht habe :) Die 4, 5 oder wie viele Jahre auch immer ich studieren werde, werde ich noch warten können!

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Dankes fürs Lesen und ich hoffe, dass der kleine Einblick nicht zu langweilig war :yahoo:

Euer
Tobii~

Von der Hörn an die Mosel

Meine erste Woche in Trier:

Hallo fleißige Leser,

Ich melde mich gerade zum ersten Mal aus meinem neuen Zuhause, welches auf den Namen Augusta Treverorum hört. Man könnte diese Stadt an der südwestlichen Spitze Deutschlands aber auch einfach Trier nennen :bye: Mittlerweile bin ich schon eine Woche hier und denke, dass es Zeit für einen kleinen Bericht meinerseits ist. Also worauf warten wir?

Symbol Triers ist die Porta Nigra oder kurz Porta

Symbol Triers ist die Porta Nigra oder kurz Porta

Die Strecke Kiel – Trier beträgt um die 700km und dementsprechend braucht man eine Weile, bis man unten bzw. wieder oben ist. Ich freue mich jetzt schon darauf, zur Weihnachtszeit mein Vertrauen in unsere Bahn zu legen…Statt Flachland bin ich hier von Hügeln umgeben, in deren Tälern sich oft genug kleine Dörfer finden. Dazu die Weinberge, die mittelalterliche Innenstadt…Also ich würde sagen, dass sich das Leben in Trier um Einiges “deutscher” anfühlt als in Schleswig-Holstein. Nicht zu vergessen die bewegte und vor allem lange Geschichte Triers, welche Römer, Wikinger, Franken und mehr beeinhaltet. Gerade Erstere haben einige Gebäude hinterlassen, welche das ganze Jahr über Touristen anlocken. Manch einer pilgert gar zum Geburtshaus von Karl Marx, der an der “alten” Universität Trier studierte. Diese bestand nämlich faktisch für knapp 200 Jahre nicht und wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus dem Dörnröschenschlaf geholt. Neben dem Tourismus ist das zweite Standbein der Stadt die Universität, die mit ihren 15.000 Stundenten einen Großteil der Bevölkerung von etwas mehr als 100.000 Menschen ausmacht.

Mittelalterliche Innenstadt

Mittelalterliche Innenstadt

Und wie gefällt es mir hier? Das Klima ist anders, die Luft auch, viele Ausländer – die nicht nur von der Uni, sondern auch aus dem benachbahrten Luxemburg oder Frankreich kommen – eine schöne Innenstadt, praktischer Busverkehr, der während der Vorlesungszeit alle 5 Minuten die Universität mit dem Rest Triers verbindet, und so weiter und so fort. Praktisch gesehen, fehlt es mir an rein gar nichts. Wirklich begeistern tue ich mich allerdings nicht für mein neues Zuhause…Das Ziel heißt schließlich Japan :P

Ansonsten habe ich immer noch bis Donnerstag Zeit, um mich einzuleben, wobei dann nur die Einführungsveranstaltung ist und nicht etwa der richtige Studienbeginn. Der liegt erst auf dem 27.10., was noch viele freie Stunden für mich bedeutet, in denen es nicht besonders viel zu tun gibt. Dementsprechend kann ich es kaum erwarten, dass ich mit Japanologie und Deutsch als Fremdsprache loslegen darf.

Bis die Tage dann, wo ich vermutlich ein wenig über den Campus und das Studentenwohnheim plaudern werde!

Gez.
Tobii~