Monthly Archives: March 2014

Gold am anderen Ende von Kyoto

Kinkakuji:

Hallo aus Kyoto!

Hiermit melde ich mich endlich mal wieder ;-) Die kleine Schreibpause beruht auf einer Mischung aus Faulheit und Geschäftigkeit. Ich musste mich nämlich um eine gewisse Angelegenheit kümmern, aber dazu wird es an anderer Stelle mehr geben. Außerdem darf ich alle Bilder – fast 200 mittlerweile – des Blogs manuell austauschen, da sie zu viel Speicherplatz auf unserem Webserver verbrauchen. Vielleicht habe ich mich auch deswegen ein wenig davor gescheut, etwas für euch zu machen…Tut mir Leid :horror: Heute möchte ich euch von einer längeren Tour berichten, die mich zu drei Weltkulturerben im Nordwesten Kyotos gebracht hat. Auf geht das!

Diese “Tour” habe ich übrigens aus der offiziellen Touristen-Karte für Kyoto, die man u.a. an der Touristen-Information im Hauptbahnhof erhalten kann. Als Dauer sind dort 2 bis 3 Stunden angegeben, was allerdings überhaupt nicht der Wahrheit entspricht. Des Weiteren ist eine enorm weite Strecke zu laufen, sodass ich diese Tour definitiv nicht weiterempfehlen kann. Jedenfalls war der Ausgangspunkt eine Haltestation der Randen-Linie, die die vor meiner Haustür startende Tozai U-Bahn-Linie mit Arashiyama verbindet. Ihr erinnert euch sicherlich :P

Myoshinji

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Der erste Tempel, den ich mir angesehen hatte, war Myoshinji – ein ganzer Komplex von Hallen, Tempeln, Schreinen und was weiß ich nicht alles. So groß dürften vermutlich viele Tempelanlagen Kyotos gewesen sein. Stetige Brände und Erdbeben sind leider sehr gut darin, Holzkonstruktionen zu zerstören :cry: Trotz der unglaublichen Anzahl an Gebäuden ist nur ein Bruchteil für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein Spaziergang durch die gesamte Anlage dürfte dennoch lohnenswert sein, weil es neben Myoshinji nur einen anderen vergleichbaren Komplex in Kyoto gibt. Das Ganze kommt dabei ganz ohne Eintrittskosten aus, was man gerade hier ausnutzen sollte. Fast direkt am südlichen Eingang befindet sich ein kleiner Tempel mit Garten, den man sich für 500 Yen ansehen kann. Das habe ich dann auch getan und muss wirklich sagen, dass mich die Schönheit ein wenig überrascht hat. Der Garten ist nicht wirklich groß, aber das fällt kaum auf; nicht ohne Grund wird er als einer der schönsten der Showa Periode (1926-1989) gehandelt: Der Teich mit seinem Wasserfall ist einfach ein toller Anblick :heart: Mehr gab es in Myoshinji allerdings nicht zu sehen, weshalb es weiter nach Norden ging!

Ryoanji (Weltkulturerbe)

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Noch vor Ryoanji kam ich am Ninna-Ji Tempel vorbei, der ebenfalls zu den UNESCO Weltkulturerben gehört. Aus Zeitgründen habe ich mir den für einen späteren Besuch aufgehoben :) Ryoanji selbst liegt dann wieder weiter östlich, aber sehr viel näher an Ninna-Ji und Myoshinji als an Kinkakuji – dem goldenen Pavillon. Konzentrieren wir uns auf den Tempel: Der Steingarten von Ryoanji ist der berühmteste ganz Japans. Warum oder wieso kann ich euch allerdings nicht sagen xD Was ich euch sagen kann ist, dass es da ziemlich voll war; so viele Menschen, die wegen 15 auf eine bestimmte Weise angeordnete Steinen umgeben von geharktem Kies kommen. Bis auf ein Kirschbaum, der etwas über die Mauer ragt, fand ich den Steingarten nicht wirklich Besonders…Aber ich kenne mich auf dem Gebiet nicht aus und weiß diese vermutlich gar nicht richtig zu schätzen. Für 3,60€ kann man sicherlich trotzdem einen Blick hineinwerfen ;-) Auf dem Gelände befindet sich dazu ein relativ großer Teich, der von Grünanlagen umgeben ist. Ganz so schön wie im Heian-Schrein ist dieser nicht, aber gänzlich zu verachten ist die Anlage definitiv auch nicht. Und so ging es schon weiter zum Höhepunkt %(

Kinkakuji (Weltkulturerbe)

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Der goldene Pavillon ist in diesem Fall wirklich mit Gold verkleidet und wurde übrigens 1950 von einem fanatischen Mönch niedergebrannt. Damit ist der heutige goldene Pavillon “nur” eine Rekonstruktion von 1955, was aber der Magie kaum einen Abbruch gibt. Jedenfalls schlägt der Eintritt nur mit 400 Yen zu Buche, was auch irgendwo nachvollziehbar ist; man kann nicht ein einziges Gebäude betreten. Kinkakuji ist außerdem der meistbesuchte Tempel Kyotos, weshalb man immer mit vielen Menschen rechnen sollte. Vermutlich ist er sogar eines der Aushängeschilder für das historische Japan!! Vom Eingang aus ist man nicht direkt vor dem Pavillon, aber fast. Und dann sieht man ihn am gegenüberliegenden Ufer eines Teiches: Drei Stockwerke hoch, zwei davon ganz mit Gold verkleidet, Bäume im Hintergrund, die Spiegelung im Wasser, die Ruhe des Stadtrandes (wenn man die Besuchermengen außer Acht lässt, versteht sich)…Dafür finde ich keine passenden Worte; der Anblick Kinkakujis verschlägt einem einfach die Sprache :kawaii: Definitiv eines meiner Highlights in Kyoto, selbst wenn manch einer denken mag, dass Gold einfach nur protzig ist. Schaut euch die Bilder an und bildet euch eure eigene Meinung =) Nachdem man die Traube aus Touristen mit ihren Kameras verlassen hat, führt ein Weg hinter dem Pavillon vorbei und dann wieder zurück Richtung Eingangsbereich. Einen kleineren Teich fand ich dort ganz hübsch anzusehen, selbst wenn er nicht wirklich besonders war. Leider fehlt ein erhöhter Punkt wie bei Ginkakuji, von dem man den Pavillon von oben bewundern kann. Dafür hat der silberne Pavillon keinen so großen Teich :yahoo: Bis auf das ‘zigfache Fotografieren Kinkakujis gibt es hier nicht viel zu tun und dementsprechend schnell ist man durch.

Anschließend bin ich den gesamten Weg wieder zurück gelaufen, was eine eher dumme Idee war; irgendwie sträube ich mich davor, mal den Bus zu nehmen xD Dementsprechend geschafft war ich dann natürlich…Dennoch habe ich an diesem Tag wieder sehr schöne Tempel sehen dürfen :heart: Danke fürs Lesen und freut euch auf den nächsten Blog-Eintrag!

Euer
Tobii~

Blubb blubb, töff töff

Kyoto Aquarium & Umekoji Zugmuseum:

Ein Hallo an euch alle!

Ausnahmsweise wartet heute weder ein Tempel noch ein Garten auf euch :horror: Kyoto hat nämlich auch Anderes zu bieten, ob ihr es anhand meiner Einträge glaubt oder nicht. Für einen Tag hatte ich mir daher das Aquarium und ein Museum für Dampflokomotiven ausgesucht, weil diese sehr nah beieinander sind. Wer mag, kommt sogar vom Hauptbahnhof aus zu Fuß dorthin ;-) Es sind bestimmt so 20 Minuten gewesen. Für Faule gibt es auch eine Busverbindung. Here we go!

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Das Kyoto Aquarium ist relativ neu, was einem definitiv auffallen dürfte. Erst vor 2 Jahren geöffnet, bietet es neben Pinguinen, Seehunden und einer Delphinshow etwas Besonderes: Ein Bereich, der den Flüssen in der Umgebung Kyotos nachempfunden ist – inklusive Fauna versteht sich. Man kann sogar Exemplare des Riesensalamanders bestaunen! Ein wirklicher Besuchermagnet wie die Orcas in Nagoya fehlt jedoch. Der Eintritt schlägt dazu mit 14€ zu Buche, was sich nach ein wenig zu viel anfühlt. 1500 Yen wären schöner gewesen, aber so ist halt. Trotzdem habe ich einige schöne Dinge gesehen, die ich euch nicht vorenthalten möchte! Am Anfang der Route kommt man an einem Bereich mit Seehunden vorbei, wo es auch einen Glaszylinder gibt, der unten mit dem Becken verbunden ist. Dort drinnen ruhte sich dann ein Seehund aus :) Stellt euch eine von allen Seiten einsehbare Glassäule vor, in der sich ein fetter Seehund mit geschlossenen Augen um die eigene Achse dreht. Ein sehr schönes Bild xD Der Bereich für die Pinguine fällt etwas kleiner aus als in Nagoya, beherbergt aber dementsprechend auch nur eine kleine Art. Irgendwie wirkten die Pinguine dort etwas munterer als im anderen Aquarium. Allgemein fand ich die Haltung der Tiere sehr viel artgerechter, als es im Nagoya Port Aquarium der Fall ist. Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass dieses über 20 Jahre alt ist, aber es ist doch schon schöner, wenn man mehr oder weniger glückliche Tiere sehen kann.

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Als Nächstes führte einen die – wie immer in Japan – ausgeschilderte Route zum Hauptbecken, welches vor allem von subtropischen Fischarten bewohnt wird: Mehrere Rochen, ein großer Schwarm kleiner Fische, eine Schildkröte und noch weitere exotische Fische, die man vermutlich auch zum Teil aus Filmen wie “Findet Nemo” kennt. Clownfische gab es übrigens in einem kleinen Becken, wo man dann auch ziemlich oft “Nemo” und “Dori” hörte ;-) Zurück zum Hauptbecken! Ich war genau zum richtigen Zeitpunkt da, denn die Fütterung fand gerade statt. Interessanterweise hat dabei ein Taucher die verschiedenen Tiere per Hand gefüttert. Schildkröte, Rochen und Co. haben dann alle ihre jeweilige Lieblingsspeise direkt in den Mund geschoben bekommen :yahoo:

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Mein kurzer Besuch endete dann mit der Delphinshow, die es drei mal am Tag gibt. Vier dressierte Delphine führten dort auf Kommando eine Handvoll Kunststücke vor und wurden danach selbstverständlich mit Fischen belohnt. Es wurden sogar zwei Personen aus dem Publikum ausgewählt, die mit den Delphinen dann ein bestimmtes Kunststück machen durften. Sicherlich etwas Besonderes, aber wirklich lang ist die Show ist. Ich finde es auch irgendwie schade, dass man die Delphine nicht in ihrem Becken betrachten kann. Jedenfalls war das quasi alles, was es im Kyoto Aquarium zu sehen gibt. Ehrlich gesagt habe ich dort keine 2 Stunden verbracht, wobei ich mich z.B. nicht vor das Hauptbecken gesetzt habe. Von der Größe her ist es also doch recht klein. Dennoch sehe ich diese 14€ nicht als verschwendetes Geld an.

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Anschließend ging es ins Umekoji Dampflokomotiven-Museum, dessen Eingang sogar eine echter, ehemaliger Bahnhof von 1904 ist. Sicherlich sind alte Züge nicht jedermanns Sache, aber mit keinen 3€ Eintritt macht man hier nichts falsch. Mit diesen kann man nämlich 18 Dampflokomotiven japanischer Bauart bestaunen, die sogar (teilweise?) noch fahrtüchtig sind. Wer zur rechten Zeit kommt, hat sogar die Chance, eine ganz kurze Fahrt mit einem der Züge zu unternehmen. Das kostet zwar ein wenig, aber hey :good: Ich war nämlich genau dann da, als die letzte Fahrt des Tages vorbei war…Immerhin konnte ich dann das Nachfüllen von Kohle und Wasser, sowie das Einparken mit der Drehscheibe beobachten. Ja, Drehscheibe! Die 18 Loks stehen in einem runden Lokschuppen, der eben auch eine Drehscheibe hat. Es war wirklich toll, mal wieder ein legendäres Dampfross atmen zu hören. Mehrere 100 Tonnen nur von Wasserdampf bewegt…Strom und Diesel sind dagegen langweilig. Im Gegensatz zu Nagoya gibt es hier sogar englische Informationen zu den ausgestellten Lokomotiven; und zwar nicht nur die technischen Daten, sondern eben auch die Besonderheiten der Baureihe und wo genau dieses Modell zu Einsatz kam. Das hängt vielleicht mit der Partnerschaft zusammen, der mit einem englischen Zugmuseum besteht? Man kann sogar einen “Kaiser-Express” bewundern, der mit dem Siegel und einem Reiher verziert ist. Statt Limo oder Airforce One hatte man in Japan natürlich einen ganzen Zug :P Ob der Kaiser überhaupt von dieser Lokomotive befördert wurde, war jedoch nicht vermerkt :-( Neben den Loks gibt es im Bahnhofsgebäude noch eine kleine Ausstellung zum Thema “Dampfeisenbahn in Japan”, wobei dort dann quasi alles auf Japanisch ist. Immerhin konnte man eine gefüllte Kohlenschaufel hoch heben! Meinen Besuch im Umekoji Dampflokomotiven-Museum habe ich wirklich genossen! Auf jeden Fall weiter zu empfehlen, wenn man etwas für die Technik von Vorgestern übrig hat.

Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben, aber ihr seht, dass daraus nichts geworden ist :patrick: Bis zum nächsten Eintrag dann!

Euer
Tobii~

Sonne, Rehe und ein Buddha

Ein Tag in Nara:

Und da melde ich mich schon wieder :bye:

Im heutigen Eintrag berichte ich euch von meinem Ausflug nach Nara, welches Anfang des 8. Jahrhunderts die erste, permanente Hauptstadt Japans war. Dementsprechend geschichtsträchtig sind einige Teile der Stadt! Ganz nebenbei stehen sowohl das größte als auch das älteste Holzgebäude der Welt in genau dieser Stadt. Seid ihr bereit? Hoffentlich :P

Nara lässt sich per Bahn – womit auch sonst? – von Kyoto oder von Osaka aus in weit unter einer Stunde erreichen. In der Regel reicht ein Tag aus, um zumindest die Hauptattraktion zu sehen. Es gibt aber auch eine andere für Touristen interessante Ecke, die sich leider in der komplett anderen Richtung befindet. Zusammen mit meinem indonesischen Mitbewohner Nick ging es dann um 10 Uhr los in Richtung Bahnhof. Das Wetter war dabei einfach herrlich: Fast gar keine Wolken am blauen Himmel und natürlich viel Sonne. Richtig warm war es jedoch noch nicht. Das Krasse war, dass es am Vortag noch sehr viel geschneit hatte…Jedenfalls schlägt eine einfache Fahrt mit etwa 4€ zu Buche, was für die zurückgelegte Strecke ziemlich billig ist. Auf der Fahrt kommt man dann an recht ländlichen Regionen vorbei, wo man sogar schon hier und da Kirschblüten sah! Wie es dieses Land immer noch schafft, mich mit seiner Schönheit zu überraschen…Nach gefühlten 40 Minuten waren wir dann auch schon in Nara. Tja, so schnell geht das :)

Der Hauptbahnhof ist von der Größe her mit dem von Gifu zu vergleichen, wobei es nicht besonders viele Läden gibt. Es ist dort eben alles auf die Touristen zugeschnitten, nehme ich an. Unser Ziel war dann Nara Koen, also Nara Park. Für einen “Park” ist das Gelände jedoch ziemlich groß und enthält sozusagen auch viele Sehenswürdigkeiten. Wie dem auch sei: Man muss einfach nur Richtung Osten gehen; sobald man die Einkaufsstraße verlässt und das erste Grün erreicht, ist man offensichtlich da. Überall in Nara stehen dabei große Karten, sodass man sich gar nicht verlaufen kann. Kommen wir also zum aufregenden Teil: Den Tempeln.

Kofukuji

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Am westlichen Rand des Parks gelegen wartet Kofukuji mit seiner Pagode auf, welche übrigens nur um einige Meter von der des To-Ji Tempels in Kyoto überragt wird. Mit anderen Worten ist sie die zweit höchste ganz Japans! Der Komplex ist jedoch nur noch ein Schatten seiner Selbst, denn von ehemals 150 Gebäuden haben im Prinzip nur ein Dutzend die Zeiten überstanden. Aktuell wird die “Goldene Halle” originalgetreu rekonstruiert, was allerdings noch bis mindestens 2018 andauern soll.

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Direkt vor der Pagode stießen wir dann auf die ersten Rehe. Was, wie? Rehe? Der gesamte Park von Nara wird von ca. 1200 Rehen bevölkert, die alles andere als menschenscheu sind. An jeder Ecke kann der Tourist dementsprechend eine Art Keks erstehen, mit denen man die Rehe dann füttern kann. Sobald man die Kekse zückt, kommt gleich eine ganze Bande an, die etwas abhaben möchte. Die Rehe sind definitiv eine Hauptattraktion Nara, weil diese den Park wirklich einzigartig machen: Täglich tausende Touristen, die wegen den Tempeln kommen, und mitten in der Menschenmenge Rehe, die sicherlich fast so oft wie die historischen Gebäude fotografiert werden :wow: Wo gibt es das sonst auf der Welt? Natürlich können sie mal etwas wilder werden; so wird man auf Schildern vor Kicken und Tritten gewarnt :horror: Wir haben allerdings nicht ein einziges Reh einen Menschen angreifen sehen.

Kasuga Taisha

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Als Nächstes trugen uns unsere Füße zum Nara National Museum vorbei und zum Kasuga Taisha Schrein, der zurecht ein UNESCO Weltkulturerbe ist. Nick und ich waren ehrlich gesagt etwas von den vielen ausgeschilderten Zielen überfordert, weswegen wir mehr oder weniger zufällig die Gegend erkundeten. Der Weg zum Schrein führt durch einen kleinen Wald und ist außerdem von hunderten Laternen gesäumt, die ganz gut Moos angesetzt haben. So entsteht eine ziemlich urige Atmosphäre :) Die Laternen kann man übrigens mit den Torii des Fushimi Inari Schreins vergleichen, weil diese ebenfalls von Personen gespendet wurden. Ganz so zahlreich wie die Tore sind die Steinlaternen allerdings nicht. Der Schrein selbst ist sicherlich ganz nett, aber richtig beeindruckend würde ich Kasuga Taisha jetzt nicht nennen. Es sind eben die Laternen und wohl auch die Geschichte (im 8. Jahrhundert gegründet; der Schrein wurde übrigens über fast 1000 Jahre lang alle 20 Jahre neu errichtet), die diese Stätte zum Weltkulturerbe machen.

Todaiji

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Dann folgte auch schon der Tempel, für den vermutlich die meisten nach Nara kommen: Todai-Ji mit seinem riesigen Buddha. Für 3,60€ kann man hier einen Blick hineinwerfen, was wir selbstverständlich auch getan haben. Da der Tempel sowieso von einer Mauer umringt ist, kann man von Außen gar kein schönes Foto schießen. Die Halle, die die 15m hohe Bronzestatue umschließt, ist dabei das größte Holzgebäude der Welt. Das Witzige ist, dass die originale Halle sogar noch ein Drittel größer war und angeblich von zwei jeweils 100m hohen Pagoden umgeben war. Auch hier war ein Feuer genug, um alles zu zerstören :cry: Die Halle ist natürlich immer noch riesig; gerade die Stützpfeiler sind beeindruckend. Der Buddha hat mich zugegebenermaßen nicht so ganz in seinen Bann gezogen. Vermutlich zerstört so eine gigantische Halle das Erlebnis, welches ich in Gifu hatte. Man weiß eben schon vorher, dass da etwas Großes drinnen sein muss. Außerdem fehlt der goldene Überzug. Jaja…Gold wirkt protzig, aber so empfinde ich das :P Am Ende kann man hier nur eine kurze Runde durch die Halle machen; mehr gibt es im Prinzip nicht zu sehen. Zu Todai-Ji gehört allerdings noch mehr: das Nandaimon Tor mit seinen beiden Holzfiguren, ein Museum und weiter nördlich die Nigatsudo Halle. Letztere hatten Nick und ich zuerst aufgesucht ;-) Die Halle kann man ein wenig mit Kiyomizudera in Kyoto vergleichen, weil sie ebenfalls eine – etwas kleinere – Terrasse hat, von der man vorzüglich auf Nara herab blicken kann.

Naramachi

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Zum Schluss suchten wir einen altertümlichen Stadtteil auf, der auf den Namen Naramachi hört. Vorher gab es jedoch in der örtlichen, überdachten Einkaufsstraße – in Japan “Arcade”, was meiner Meinung nach eine Spielhalle ist – noch etwas zum Mittag :good: Von den versprochenen traditionellen Wohnhäusern hatten wir uns aber ein wenig mehr erhofft…Gar kein Vergleich zu dem, was man in Kyoto finden kann. Nichtsdestotrotz finde ich es zumindest gar nicht übel, einfach mal durch ganz normale Wohnviertel zu schlendern und das alltägliche Japan zu sehen. Denn auch das ist Japan – es besteht nicht nur aus Tempeln, Schreinen, Gärten oder Einkaufsstraßen. Von dort aus ging es dann zum Bahnhof zurück.

Das war also Nara, die erste Hauptstadt Japans. Ich habe den Tag als sehr schön empfunden und bin mir sicher, dass ich noch ein weiteres Mal diese Stadt aufsuchen werde. Vor allem die Rehe werden mir im Gedächtnis bleiben :kawaii:

Danke fürs Lesen! War mal wieder etwas mehr, ich weiß…

Gez.
Tobii~

Ginkakuji

Der nicht silberne Silberpavillon:

Ja hallo!

Ihr wollt endlich wieder etwas über Kyotos Sehenswürdigkeiten erfahren? Das trifft sich gut, weil genau dieser Wunsch heute erfüllt wird ;-) Wo ich euch heute hinführe? Zum Silberpavillon, der aber nur so heißt und nicht tatsächlich versilbert ist. Ginkakuji gehört dabei ebenfalls zu den UNESCO Weltkulturerben Kyotos! Also, worauf warten wir noch?!

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Ginkakuji liegt nördlich vom Eikando Tempel, welchen ich ja schon besucht habe. Ich war allerdings wieder knickrig und so habe ich die Strecke per Bahn und nicht per Bus zurückgelegt. Natürlich kommen dann noch einige Kilometer Fußweg dazu, die sich aber definitiv lohnen. Warum? Habt ihr denn noch nichts vom “Weg des Philosophen” gehört? Ne? Dann wird es höchste Zeit: Auf ungefähr 2 Kilometern kann man an einem alten Kanal entlang flanieren, wobei der Weg von Hunderten Kirschbäumen gesäumt wird. Dazu die Ruhe, die man am östlichen Rand von Kyoto hat…Ganz sicher eine der schönsten Ecken :heart: Bis auf vereinzelte Läden oder Restaurants bleibt außerdem die große Dichte an Souvenir-Shops wie z.B. bei Kiyomizudera aus. Auch Katzenfreunde werden an einer bestimmten Stelle auf ihre Kosten kommen, weil sich dort mehrere herumtreiben und diese sind gar nicht soo scheu! Im Frühling wird das Ganze durch die Kirschblüte umso herrlicher. Ich hatte dann noch einen Abstecher in den Honen-in Tempel gemacht, welcher in direkter Nähe zum Weg zu finden ist. Ohne Eintrittsgeld kann man diesen Tempel am Waldrand besichtigen, also was spricht dagegen?

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Der nicht silberne Silberpavillon befindet sich erst fast am Ende des Weges, was bei gutem Wetter aber überhaupt kein Problem darstellen dürfte :kawaii: Während auf dem Weg des Philosophen nicht besonders viele Menschen unterwegs waren, sah das Bild am Ginkakuji natürlich anders aus…So voll wie mein Besuch von Kiyomizudera war es allerdings zum Glück nicht. Der Name Ginkakuji ist übrigens nur ein Spitzname, der vermutlich von der äußeren Ähnlichkeit mit Kinkakuji – dem goldenen Pavillon – herrührt. Mit 500 Yen ist der Eintritt nicht besonders hoch, wobei man nicht ein einziges Gebäude betreten kann. Man hat es nämlich mit einem kleinen Zen-Tempel zu tun, der nach dem Tod des Pavillon-Erbauers gegründet wurde. Die Hauptattraktion befindet sich zwar gleich hinter dem Eingang, einen Rundgang durch die Gärten sollte man aber dennoch machen. Vor allem der Blick von weiter oben ist sehr nett! Insgesamt fehlt mir ein wenig die religiöse Bedeutung der Stätte…Selbstverständlich eine wunderschöne Anlage, aber mehr ist Ginkakuji leider nicht. Als ich das Gelände gerade verlassen hatte, fing es plötzlich ziemlich stark zu schneien an. Das hielt zwar nur kurz an, war aber irgendwie schön.

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Mein Rückweg führte mich dann noch zum Shinnyodo-Tempel, der in einer grünen Oase zu finden ist: Der Tempel liegt nämlich auf einem kleinen Hügel, der von vielen Bäumen gesäumt ist. Ausnahmsweise gibt es sogar Wohnhäuser dort “oben”; die Gegend bleibt trotzdem sehr ruhig. Neben einer Pagode kann man dort eine größere Haupthalle und auch einen Garten bewundern. Ich habe mich mit einem kleinen Rundgang über das Gelände zufrieden gegeben :good: Vor allem das Streifen durch die angrenzenden Wohngebiete war eine schöne Aktion. Es ist nicht schlecht, manchmal einfach nur das ganz normale Japan zu sehen – ohne berühmte Tempel, Gärten, Museen oder andere Attraktionen.

Offensichtlich war relativ viel Beinarbeit zu leisten, aber das Wetter war gut und auch die besichtigte Gegend war meiner Meinung nach sehr sehr schön :) Von daher: Worth it! Danke fürs Lesen und man sieht sich bei meinem nächsten Ausflug.

Gez.
Tobii~

Arashiyama

Eine andere Welt:

Willkommen zu einem weiteren Ausflugsbericht!

Dieses Mal verschlägt es uns an das nord-östliche Ende von Kyoto, welches unter Touristen sehr beliebt ist. Warum wird einem aber schnell klar ;-) Nicht umsonst habe ich den Untertitel “Eine andere Welt” gewählt. Von meinem Guest House aus ist es die längste Strecke, die ich bisher in Kyoto zurückgelegt habe. Zuerst muss man eine U-Bahn Linie ganz bis zur Endstation nehmen (hier ist übrigens der Anfang der Linie…), was schon mehr als 30 Minuten dauert. Anschließend kommt noch das Umsteigen auf eine sehr traditionelle und vermutlich auch -reiche Bahnlinie namens Randen. Hier verkehren nur Züge mit einem Waggon bzw. ist der Waggon auch gleichzeitig der Zug. Wie eine Straßenbahn ohne Straße xD Diese sind immerhin an ihre Urgroßväter angelehnt, wie ich sie in Nagoya im Museum gesehen habe. Die Welt ist klein…Jedenfalls muss man auch hier bis zur Endstation fahren, bis man endlich in Arashiyama ankommt.

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Im Bahnhof wird man dann von senkrechten Röhren begrüßt, die jeweils ein kunstvoll gestaltetes Tuch enthalten. Wie immer vermag ich nicht zu sagen, was das genau zu bedeuten hat :negative: Es wird auf jeden Fall sehr schnell deutlich, dass man einen weiteren Hotspot für Touristen aufgesucht hat: Junge Japaner, die Riksha-Fahrten anbieten, viele Souvenir-Läden und natürlich jede Menge Restaurants & Imbisse. Ich war übrigens zusammen mit Nick unterwegs, einem Indonesier, der jetzt ebenfalls im Guest House wohnt. Unser erstes Ziel war die Brücke! Ja, DIE Brücke: Arashiyamas Erkennungszeichen! Grüne Berge im Hintergrund, ein breiter Fluss und dann die Togetsukyo Brücke mitten drin. Dementsprechend fleißig sind dort auch die Amateur-Fotografen :haha: Und auch ich muss zugeben, dass das Gesamtbild wunderschön ist. Eine Brückenkonstruktion aus Holz wäre natürlich beeindruckender gewesen, selbst wenn man damit nur den Beton verkleidet hätte…Meckern auf hohem Niveau :-(

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Danach ging es über die Brücke, wo wir einen kleinen Tempel und einen Schrein besuchten, die beide nicht wirklich erwähnenswert sind; ein weiterer war zu Fuß ganze 18 Minuten weg, sodass wir diesen nicht besuchten. Beim Schrein war allerdings der Arashiyama Monkey Park, wo man für nur 4€ den am nördlichsten lebenden Affen ganz nahe kommen kann. Wie ihr sicherlich schon wusstet, ist Japan Heimat des Japanmakaken, die im Winter sogar – wie die Menschen – die heißen Quellen namens Onsen aufsuchen. Der Park ist nicht sonderlich groß, aber der Aufstieg zum zentralen Plateau, von dem man übrigens einen ausgezeichneten Blick auf Kyoto hat, ist recht steil. Die Affen leben dabei nicht in Käfigen, sondern können sich im gesamten Park frei bewegen. Die Menschen sind es, die in den Käfig kommen und von dort aus die Tiere füttern können xD

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Als Nächstes folgte eine kurzer Imbiss, nach dem es dann weiter zum Highlight ging: Der Bambushain. Auf der Seite des Flusses gelegen, von der wir gestartet waren, erstreckt er sich über mehrere 100 Meter und führt auch an einem UNESCO Weltkulturerbe vorbei. Rechts und links Bambus hoch wie Bäume, die Sonne, wie sie versucht durch das immergrüne Meer zu scheinen, der sich windende Weg, das Rascheln und Klappern bei jedem Windstoß…Man muss es einfach selber erleben :heart: Der Bambushain von Arashiyama gehört definitiv zu den Ecken Kyotos, die man gesehen haben sollte!

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Zu guter Letzt mussten wir natürlich noch den “Tempel des himmlischen Drachen” besuchen, der mit zu Kyotos Weltkulturerben gehört. Tenryu-Ji ist weder gigantisch groß noch kann man 1000 Jahre Gebäude besichtigen. Der Großteil der zu sehenden Gebäude stammt sogar “nur” aus dem 19. Jahrhundert. Was ist also das Besondere an Tenryu-Ji? Der Garten! Dieser kann nämlich in der ursprünglichen Form von 1339 bewundert werden. Ich als Freund japanischer Gärten war allerdings nicht allzu sehr beeindruckt. Der Teich mag ja ganz nett sein, aber in der Hinsicht ist der Garten vom Heian Schrein sehr viel schöner. Und an Daigo-Ji kommt so oder so keine Anlage heran…Trotzdem kein rausgeschmisses Geld; man erwartet bei einem UNESCO Weltkulturerbe nur irgendwie mehr…

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Bevor es dann wieder zurück in den Süden Kyotos ging, liefen wir noch ein wenig am Fluss entlang. So fanden wir dann die Stelle, wo man sozusagen direkt in die Berge schauen kann, und auch einen schon blühende Kirschbäume :kawaii: Ganz vereinzelt stellen manche Frühzünder schon ihre pinkfarbene oder weiße Pracht zur Schau. Es dauert noch ein wenig, bis es so richtig losgeht :) Da müssen wir alle uns noch gedulden :P

Danke fürs Lesen! Arashiyama hat mir wirklich sehr gefallen. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich dort ein weiteres Mal hinfahren werde. Und das nicht nur wegen den Sehenswürdigkeiten, die Nick und ich nicht aufgesucht hatten!

Euer
Tobii~

Eikando & Nanzen-Ji

Schönheiten am Rande von Kyoto:

Halli hallo!

Heute berichte ich euch von zwei Tempeln am östlichen Rande von Kyoto, die ich beide an einem Tag besucht habe. Eigentlich war sogar noch mehr geplant, aber die meisten Tempel schließen schon um 17 Uhr ihre Türen, sodass es nur für Nanzen-Ji und Eikando “gereicht” hat. Diese lassen sich übrigens kinderleicht erreichen: Die U-Bahn-Linie, die nur die Straße runter eine Station hat, fährt u.a. genau da vorbei, wo diese Tempel sind. Geht es besser? :P

Das imposante Tor

Das imposante Tor…

...sowie das Aquädukt

…sowie das Aquädukt

Noch vor Nanzen-Ji kommt man an einem seltsamen Kanal vorbei, der zwei Gleise aufweist. Huch? Was macht der denn hier? Wenn man dann einen Wagen inklusive Boot sieht, die vermutlich nur als Denkmal dienen, wird es einem klar werden: Hier wurden Boote transportiert. Etwas weiter entfernt befindet sich nämlich der Biwa-See, der früher eine wichtige Verkehrsverbindung darstellte. Wieder etwas gelernt, was? Der Tempel-komplex von Nanzen-Ji ist riesig und wer alle anliegenden Gebäude sehen möchte, braucht außerdem 15€. Ich habe mich mit zwei anliegenden Gärten begnügt, was ich nicht bereue. Vor allem die eine Anlage mit ihrem großen Teich und den Brücken war etwas, was ich so noch nicht gesehen habe. Nanzen-Ji selbst setzt sich zusammen aus: dem großen Tor, welches sogar für ein entsprechendes Entgelt bestiegen werden kann, einer Vortragshalle, die man nicht betreten darf, und zu guter Letzt dem Wohnsitz des Hohepriesters, der über einen Steingarten sowie einer Auswahl an bemalten Raumtrennern verfügen soll. Genau die beiden Gärten, die nicht wirklich zu Nanzen-Ji gehören, habe ich mir dann angesehen xD Das wirkliche Highlight war für mich das Aquädukt, welches aus dem 19. Jahrhundert stammt und ebenfalls mit dem Biwa-See in Verbindung steht, sofern ich richtig informiert bin…Noch heute befördert es Wasser, was doch irgendwie erstaunlich ist.

Einkando von seiner Schokoladenseite

Eikando von seiner Schokoladenseite

Von Nanzen-Ji aus ist es nur ein kurzer Weg, bis man den Eikando Tempel erreicht. Kein riesiges Tor, keine Gärten, die man extra bezahlen muss…Einmalig 600 Yen auf den Tisch legen und man kann alles sehen =) Was erwartet einen hier? Als Erstes kann man so gut wie alle Gebäude nur in Socken betreten, was ich total spannend fand. Die jeweiligen Gebäude stehen natürlich etwas auseinander, aber es gibt dazwischen überdachte Holzwege, sodass man stets trockenen Hauptes den Tempel erkunden kann. Das Schuhverbot liegt einfach am Tatami, was in manchen Räumen ausgelegt ist. Neben einem kleinen Garten inklusive Teich (!), der sich zwischen den Gebäuden befindet, sind die beiden Haupthallen wirklich beeindruckend! Ich sage nur goldene Statuen von Buddha ;-) Dort darf man aber selbstverständlich nicht fotografieren. Danach sollte man unbedingt hoch zur kleinen Pagode, von der man einen guten Blick auf Kyoto hat. Am Ende wartet noch ein großer Teich vor dem Tempel darauf, fotografiert zu werden :kawaii: Mit der Pagode im Hintergrund hat man so ein wunderbares Motiv.

Noch ein Stück weiter nach Norden beginnt schon der “Weg des Philosophen”, den ich noch ganz entlang gegangen bin. Eine der schönsten Ecken, Kyotos, wenn man mich fragt :heart: Aber dazu gibt es erst mehr, wenn ich den NICHT silbernen Silberpavillion besucht habe. Ja, diese Beschreibung macht Sinn. Habt Geduld :P

Noch einen schönen Tag an alle Leser!

Gez.
Tobii~

Heian Jingu Schrein

Roter Riese mit grünem Umhang:

Und da melde ich mich mal wieder aus dem schönen Kyoto :yahoo:

In diesem Eintrag dreht sich alles um den Heian Jingu Schrein, der zum 1100 jährigen Jubiläum Kyotos als Hauptstadt Japans 1895 errichtet wurde. Also bereits 795 diente die Stadt, in der ich mich gerade aufhalte, als Sitz des Kaisers. Es reichte aber nicht ganz für die 1100 Jahre: Seit 1868 ist Tokyo die kaiserliche Residenzstadt. Diesem fast-Jubiläum entsprechend ist die Architektur des Schreines einer etwas verkleinerter Version des allerersten Kaiserpalastes nachempfunden. So viel zur Geschichte ;-)

Das Torii

Das Torii

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Der Heian Schrein liegt nördlich von Gion und ist dementsprechend einfach per Bus oder Bahn zu erreichen. Außerdem ist der Schrein selbst mit keinem Eintrittsgeld verbunden, was umso mehr für einen kleinen Besuch spricht! Das Erste, was man zu sehen bekommen wird, ist das gigantische Torii, welches eine ganze Straße überspannt. Man sieht das übrigens sogar noch vom Kyoto Tower :wow: Es ist natürlich eine Konstruktion aus Stahl und Beton, aber wie soll man das anders bewerkstelligen? Wenn ich richtig informiert bin, ist dieses Torii mal eben das zweitgrößte Japans :good: Der Schrein selbst ist allerdings einfach nur groß…Definitiv nicht schlecht anzusehen, aber es fehlen jahrhundertealte Statuen oder Ähnliches. Dafür ist eben auch der Eintritt frei. Man kann nicht alles haben :P

Die Straßenbahn...

Die Straßenbahn…

...und die Holzbrücke

…und die Holzbrücke

Doch halt! Es gibt eine Rettung! Um den Schrein herum wurde ein dementsprechend weitläufiger Garten angelegt, der für Liebhaber japanischer Gärten – wie mich :heart: – genau das Richtige ist. Für umgerechnet 4,30€ stehen einem hier die Tore offen, was ich angesichts der Anlage für fair erachte: Drei Teiche, eine originale Straßenbahn, die dort ihren Ruhestand verbringt (Kyoto hatte früher tatsächlich mal eine…), viele Kirschbäume, eine lange, überdachte Holzbrücke…Trotz Winter ist der Garten vom Heian Jingu Schrein meine aktuelle Nummer 2 direkt hinter Daigo-Ji, was schon was heißen mag. Schaut euch einfach die Bilder im Fotostream an! Die Ruhe, die man dort finden kann, lässt sich natürlich nur schlecht mit Bildern übermitteln, aber es sollte für einen Eindruck ausreichen =)

Danke fürs Lesen und bis demnächst,
Tobii~