Monthly Archives: September 2013

Keine 3 Wochen mehr…

Panik oder die Ruhe selbst?

Yooo!

Wie man schon sofort am Countdown ablesen kann, sind es jetzt keine 18 Tage mehr, bis ich Deutschland verlasse und mich auf nach Japan mache. Deswegen möchte ich mit diesem Eintrag die Gedanken teilen, die mich momentan so befassen. Ich bin so langsam ein wenig aufgeregt, aber nicht aus Angst davor, etwas wichtiges zu vergessen oder so ähnlich, sondern eher aus Vorfreude. Ich kann es kaum noch erwarten, in den Flieger zu steigen, Nagoya und dann Gifu zu sehen und vor allem zu erkunden. Dann der Sprachkurs und den Minijob…Endlich etwas zu tun  :yahoo:

Mein Reisepass!

Mein Reisepass!

Es müssen jetzt auch im Prinzip keine Dinge mehr erledigt werden. Das Visum befindet sich in meinem Besitz (die Ausstellung hat nur 3 Tage gedauert!!!), die Kreditkarte ist scharf – obwohl man zumindest laut meiner Bank auch per EC-Karte Geld abheben kann; man wird es ja sehen… – und ich habe mir auch schon eine Packliste erstellt. Außerdem wären noch ein paar Yen für die ersten Tage ganz hilfreich, aber das soll auch nur ca. 3 Tage dauern. Das Schlimmste dürfte wohl wirklich das Packen werden, wofür ich auch noch so einige Dinge besorgen muss. Die großen Einkäufe haben heute begonnen, sodass mehr als genug Zeit da sein sollte, um alles zu bekommen. So wurde u.a. zum ersten mal seit bestimmt 3 Jahren ein neues paar Schuhe gekauft :yes: Ach ja, fast vergessen: Ich muss auch noch ein zweites Gepäckstück über Finnair buchen, was ebenfalls schnell erledigt sein sollte. Wofür das 2. Gepäckstück? Ganz einfach: Hauptsächlich um Übergewicht bei der Rückreise zu vermeiden. Es gibt nämlich einige Dinge, die ich gerne aus Japan mitnehmen würde…Diese dann per Post nach Deutschland zu schicken wäre auch eine Möglichkeit, aber das ist nicht gerade billig…Zur Sicherheit zahle ich eben im Vorhinein und nicht später. Wer weiß, wie viel ich dann im Verlauf meines Japan-Aufenthaltes an Versandkosten ausgeben :scratch: Sicherlich kann ich mich hierbei auch total verschätzen, sodass ich schon auf der Hinreise 2 Koffer á 23kg und einen Rucksack als Handgepäck bei mir habe, was ich aber nicht hoffe. Z.B. Winterschuhe der Größe 46 wiegen ja schon so viel…

Und auch das Abschiednehmen wird so langsam eingeleitet: Die letzte LAN-Party steht vor die Tür und danach folgen noch 2 Feiern. Mit der Familie geht es dann noch in einen Vergnügungspark sowie in einige Restaurants. Mittlerweile wird auch mir klar, dass ich all diese Menschen für 1 Jahr lang nicht persönlich sehen werde…Naja, das bringt so ein Auslandsjahr wohl schon im Namen mit sich. Zu sehr will ich da auch gar nicht drauf eingehen :-( Ich mache mir eher um das Wiederkommen Gedanken, aber die Erinnerungen hat man ja immer dabei  ;-)

Kurz gefasst: Ich bin gut in der Zeit und es wurde im Prinzip schon alles geplant. Japan kann kommen   :kawaii:

Gez. Tobii~

10 wunderschöne Dinge…

…die man in Japan unbedingt machen muss:

Kuckuck   :bye:

Als ein wenig Abwechslung zum Work & Travel möchte ich euch eine kleine Liste von 10 Dingen vorstellen, die man in Japan unbedingt machen muss bzw. die ich machen würde, wenn ich denn könnte. Die Reihenfolge spiegelt dabei nicht die Wichtigkeit wieder.

1.) Eine Nacht (oder mehr) in einem traditionellen Gästehaus verbringen.

Leider sind immer mehr Häuser auch von Innen im westlichen Stil: Keine Tatami-Matten, man schläft in richtigen Betten und man sitzt auch nicht auf dem Fußboden. Das finde ich ehrlich gesagt schade, weil auf diese Weise ein Teil der Kultur verloren geht. Rettung versprechen die Ryokan, wo man all dieses noch findet. Ich habe gehört, dass es so ziemlich überall diese Gasthäuser gibt; es sollte also kein Problem sein, mal ein bis zwei Nächte dort zu verbringen. PS: Die Bilder stammen von den Wikimedia Commons.

2.) Im Onsen baden

Japaner und Affen lieben es: Das Bad in heißen Quellen, den Onsen. Ähnlich wie die Geysire auf Island sind auch die Onsen vulkanischer Natur, nur eben nicht ganz so heiß, sodass man noch in ihnen ein Bad nehmen kann. Zu lange sollte man sich allerdings nicht im Onsen aufhalten, weil einem dann schwindelig werden kann. Ganz wichtig ist auch, dass man VORHER gründlich und dazu noch im Sitzen duscht, damit ja keine Verschmutzungen das Wasser gefährden könnten. Es gilt schon als Fauxpas, wenn man ein Handtuch in die Quelle tunkt. Im Onsen ist man übrigens so, wie Gott einen schuf, und nicht etwa in Badehose respektive Badeanzug.

3.) Fuji-san

Fuji-san mit Tempel | Quelle

Fuji-san mit Schrein | Quelle

Der liebevoll “Herr Fuji” genannte höchste Berg Japans fasziniert seit jeher Künstler wie auch Touristen. Jedes Jahr steigen Tausende von Menschen auf den 3.776 Meter hohen (zum Glück nicht mehr aktiven) Vulkan. Erst dieses Jahr ist er zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden, was die Bedeutung für Japan und die ganze Welt unterstreicht. Mir reicht schon ein Blick auf den angeblich recht scheuen Berg, der sich gerne hinter Wolken versteckt. Ein Aufstieg wäre sicherlich auch ein Ereignis, welches man nicht so schnell vergisst, aber dann bitte schön langsam :)

4.) Ashi-See besuchen

Gelegen in einem Nationalpark und in Sichtweite vom Fuji-san findet man den Ashi-See. Neben der guten Erreichbarkeit und der idyllischen Lage ladet diese Gegend förmlich dazu ein, ein paar Tage dort zu verbringen. Und ganz nebenbei – fast schon zufällig – spielt dort auch ein Großteil der Handlung der Neon Genesis Evangelion-Serie ab. Ein wenig Wandern und viele Bilder abseits der Großstädte machen…Klingt echt gut  :heart:

5.) Kamakura

Die berühmte Buddha-Statue | Quelle

Die berühmte Buddhastatue | Quelle

Die historische Stadt Kamakura befindet sich nur einen Katzensprung von Tokyo entfernt und wartet mit einigen Sehenswürdigkeiten auf. Neben einer der größten Buddhastatuen in Japan, lassen sich sehr viele buddhistische, aber auch Shinto-Tempel besichtigen. Außerdem liegt Kamakura direkt am Meer, was das Ganze noch mehr aufwertet. Aber insgeheim geht es mir vor allem darum, die Stellen zu entdecken, die in Elfen Lied vorkommen. Jaja…Schon wieder EL. Manche Orte sind 1:1 in Anime und Manga abgebildet, sodass eine Entdeckungstour durch Kamakura ein einmaliges Ereignis wäre.

6.) Maid-Cafe/ Akihabara

Der Tokyoter Stadtteil Akihabara – auch Akiba genannt – ist das Mekka für Technik-, Anime- und Mangafans. Hier findet man alles, was man sich vorstellen kann: Von nicht mehr hergestellten Spielekonsolen inklusive Games über Miniaturfiguren von Animehelden bis hin zu riesigen Mangaläden. Dazu stehen an jeder Ecke Automaten, die gegen einen Obulus Getränke oder sogar ganze Mahlzeiten ausspucken. Als Alternative kann man auch ein Maid-Cafe oder etwas Vergleichbares besuchen, wo freundliche und junge Bedienungen in Hausmädchen-Kostümen sich um das Wohl der Kunden kümmern. Für mich, der sowohl ein Computer- als auch ein Animefreak ist, klingt das nach der Beschreibung des Paradieses, wobei das Maid-Cafe natürlich nur aus Neugierde einen Besuch wert ist *hust*

7.) Schrein

Ich denke, dass sich dieser Punkt meiner Liste am leichtesten erfüllen lässt: Schreine gibt es (zumindest nach dem, was ich so gehört habe) quasi an jeder Ecke und die wirklich großen Anlagen besucht man als Tourist quasi automatisch. Aber auch kleinere Anlagen – vielleicht sogar in ländlichen Gegenden – hätten ihren Reiz, finde ich. Nicht nur um dort zu fotografieren, sondern eben auch um sich ein wenig mit den religiösen Bräuchen auseinanderzusetzen.

8.) Anime-Con

Jaja…Der Otaku in mir…Als Anime-Fan sehe ich es quasi als meine Pflicht an, eine Anime-Convention zu besuchen. Welche genau, spielt dabei gar keine so große Rolle. Hauptsache einmal japanische Otakus treffen, Cosplay sehen und vielleicht auch ein paar coole Dinge mitgehen lassen. Inwiefern man sich dann verständigen kann, ist natürlich eine andere Sache. Die Ticketpreise gehen dabei völlig in Ordnung, finde ich. Von daher: Worauf warte ich?!

9.) Fuji-Q Highland

79m sind wirklich viel | Quelle

79m sind wirklich viel | Quelle

Wessen erstes Computerspiel Rollercoaster Tycoon war und wer einfach ein Fan von Achterbahnen ist, der kommt in Japan voll auf seine Kosten. Einige der besten Achterbahnen findet man in der Nähe vom Fuji im Fuji-Q Highland. Unter anderem kann man dort die ehemals höchste Achterbahn der Welt befahren, die Fujiyama, die mit 79m maximaler Höhe und einer Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h aufwartet. Also ich freu mich drauf!

10.) Hanami (花見 = Kirschblütenschau) im Frühling

Ein Meer von Kirschblüten | Quelle

Ein Meer von Kirschblüten | Quelle

Jedes Jahr gibt es ein Fest, dass in ganz Japan gefeiert wird und bei dem die Kirschbäume im Fokus stehen. Die Rede ist natürlich vom Hanami-Fest – der Kirschblütenschau. Wenn es also im April oder Mai (der Zeitpunkt hängt vor allem von der Wetterlage ab) so weit ist, dass die Kirschbäume blühen, ziehen ganze Scharen von Menschen mit Piknikdecken und Bento-Boxen raus in die Parks, um dort unter den Tausenden weißen Blüten das Kommen des Frühlings zu feiern. Der Wetterbericht informiert einen dabei darüber, wann und wo die Kirschblüten blühen. Es ist sogar möglich, von Süden nach Norden den Blüten hinterherzureisen. Wie lange man dann unterwegs ist, kann ich nicht sagen. Das Ganze klingt aber sehr verlockend. Außerdem halte ich die Kirschblüten für sehr fotogen :)

Diese Liste könne ich vermutlich unendlich weiterführen…Es gibt wirklich SO viele Dinge in Japan, die ich gerne sehen würde. Ich hoffe zumindest, dass ich mich nicht völlig wie ein Reiseführer anhöre :rose: Und am Ende dieses Beitrages wird mir erst richtig klar, dass ich all dieses mit meinen eigenen Augen sehen und es dann auch noch selbst fotografieren kann. Um es anders auszudrücken: I should visit Japan. BEST DECISION EVER.

Danke fürs Lesen!

Gezeichnet Tobii~

Kiel – Hamburg

Eine unerwartete Reise:

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch einmal meinen kleinen Ausflug zum Japanischen Generalkonsulat in Hamburg beschreiben. Erstmal war das Wetter, das mich morgens begrüßte, einsame Spitze! Richtig schöner Regen, wie er in Schleswig-Holstein ja nur total selten anzutreffen ist. Aber beschweren tut man sich natürlich nicht…Es war nur interessant, dass es genau dann geregnet hat; die Tage davor waren allesamt trocken gewesen. Zumindest machte ich mir dann schon ein wenig Sorgen um die ganzen Unterlagen in meinem Rucksack, aber so extrem war es zum Glück dann doch nicht :)

Als nächstes der nette Fahrkartenautomat der Bahn, der mir 20€ Rückgeld in 2€-Münzen ausspuckte. Ich hab mich auf dem Bahnhof wie im Casino gefühlt, so sehr hat das geklimpert :yahoo: Außerdem sollte es – wieder – GENAU ab dem 2. September eine Baustelle auf der Strecke geben, die man angeblich nur per Bus umfahren kann, welcher zwischen 30 und 40 Minuten unterwegs ist. Suuupeeer! Da bin ich natürlich so früh wie möglich gefahren und auch aufgestanden, denn ab 12:00 ist im Konsulat Mittagspause. Und natürlich war von der Baustelle bis auf ein ganzer Fuhrpark von Fahrzeugen noch nicht viel zu sehen…Dementsprechend fuhr der Zug auch ganz normal durch. Das hat man davon, wenn man sich zu sehr auf die Medien verlässt, wie?  :unsure:

So kam ich dann also nach den üblichen 1:20 h in Hamburg an, wo es genauso wie in Kiel regnete; nur mit dem Unterschied, dass es dort ein ganz feiner Regen war, welchen ich überhaupt nicht mag…Vor allem als Brillenträger…Wie dem auch sei: Das Japanische Generalkonsulat  befindet sich direkt gegenüber vom Rathaus, welches man vom Hauptbahnhof aus trotz der vorhandenen U-Bahn-Verbindung auch total gut zu Fuß erreichen kann. Das  Konsulat nimmt eine ganze Etage im so ziemlich einzigen Bürohaus ein. Ansonsten findet man nur Boutiquen und andere Geschäfte. Was aber an der Lage irgendwie lustig ist, ist dass im selben Gebäude die “Bank of China” ist. Wer es nicht weiß: Japan und China haben etwa so eine Beziehung wie sie zwischen Deutschland und Frankreich bis 1945 war. Wenn man dann den 4. Stock erreicht hat, wird einem von einer Art Türsteherin die Tür geöffnet. Ich frage mich, ob derartige Sicherheitsvorkehrungen für Botschaften üblich sind…Im Falle der USA kann ich mir das sehr gut vorstellen, aber auch Japan? Vor allem nur eine Außenstelle? Die Abwicklung ging dann sehr schnell, weil ich schon alle Unterlagen ausgefüllt mit mir dabei hatte. Man sollte unbedingt darauf achten, den Versicherungsnachweis und den vorzuzeigenden Kontoauszug im Original dabei zu haben! Man will einfach sichergehen, dass die Kopien korrekt sind; die Originale darf man wieder mit nach Hause nehmen. Falls man keine so lange Anreise wie ich hat, kann man das Pech haben, dass man ein zweites mal kommen muss. Die konsularische Arbeit verrichten dabei “waschechte” Japaner; überall hängen japanische Poster, die Damen hatten auch Regenschirme im Gang liegen, die definitiv typisch kawaii waren. So konnte ich auch flüssiges japanisch hören, was immer eine schöne Sache ist. An diese Stelle passt vielleicht meine Mutter, deren zweites Zuhause Italien ist. Ich alleine war da mit diesem Jahr gezählt 10 mal und sie dann mindestens dreimal so oft. Sie sagt immer, dass italienisch wie Musik in ihren Ohren ist. Bei mir ist es statt italienisch japanisch. Ich wurde dann noch nach meiner E-Mail-Adresse gefragt, um mir Bescheid zu geben, wann das Visum abholbereit ist. Dann darf ich ein weiteres mal nach Hamburg…Aber schlimm war es nicht; es war nur nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte. Deswegen auch das “Der Hobbit”-Zitat (guter Film übrigens).

Nach dem Konsulat ging es übrigens noch zu Saturn, wo ich eigentlich eine neue Tastatur kaufen wollte. Leider wurde ich von der mageren Auswahl schwer enttäuscht :-( , weshalb ich es in der Filmabteilung versuchte. Nach ein wenig Suchen stoß ich dann auf ein ganzes Regal gefüllt mit Anime und anderen Filmen aus Japan. Dort überraschte mich Saturn dann schon ein wenig: Inuyasha, Rurouni Kenshin, AngelBeats, GuiltyCrown, Dragonball und noch mehr. Wow :wow: , dachte ich dann nur, und entschied mich am Ende für zwei Ghibli-BluRays. Welche genau und was das Studio Ghibli überhaupt ist, werde ich noch in einem eigenen Post erläutern. Anders geht es nicht, weil es darüber recht viel zu schreiben gibt  ;-)

Danke fürs Lesen und bis dann!

Euer Tobiii~